Ameisen sorgen bei Gartenbesitzern oft für gemischte Gefühle. Die kleinen Krabbler lockern mit ihren unterirdischen Gängen den Boden, verbessern die Durchlüftung und fördern so das Pflanzenwachstum. Auch als natürliche Schädlingsbekämpfer leisten sie wertvolle Arbeit.
Problematisch wird es erst, wenn die Ameisen in großer Zahl auftreten und sich an bestimmten Stellen sammeln - etwa in Blumentöpfen oder frisch angelegten Beeten. Dann können sie Wurzeln beeinträchtigen oder den Boden instabil machen. Das eigentliche Problem sind aber oft nicht die Ameisen selbst, sondern das, was sie anzieht.
Wie chip.de unter Berufung auf das italienische Gartenmagazin Ciclamino berichtet, ist ein Knoblauchauszug eine bewährte natürliche Methode. Dafür werden einige Knoblauchzehen zerdrückt und etwa 24 Stunden in Wasser eingelegt. Nach dem Abseihen kann die Mischung entlang der Ameisenwege oder an Eintrittsstellen versprüht werden. Der intensive Geruch wirkt als Abwehrmittel, ohne den Boden zu schädigen.
Neben Knoblauch hilft auch Zimt. Das Gewürz einfach als Ring um gefährdete Pflanzen, entlang von Ameisenstraßen oder bei Eintrittspforten ins Haus verstreuen. Ameisen haben einen empfindlichen Geruchssinn - der intensive Duft stört ihre Orientierung.
Auch gemahlener Kaffee zeigt gute Wirkung, besonders in Töpfen. Diese Hausmittel sind nicht nur günstiger als chemisches Gift, sie schaden auch weder den Ameisen noch anderen Gartenbewohnern oder Haustieren.
Knoblauch hilft übrigens nicht nur gegen Ameisen. Der schwefelhaltige Geruch schreckt auch Mücken, Blattläuse, Weiße Fliegen und Kohlweißlinge ab. Damit ist der Knoblauchauszug ein vielseitiges natürliches Mittel für jeden Garten.