Politik

"Können Bedarf nicht decken" – Sager von Rauch schockt

Österreich könne den Bedarf an Fachkräften im Pflege- und Sozialbereich nicht alleine decken. Man wird also auch in Ausland nach solchen suchen. 

Michael Rauhofer-Redl
Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) im Zuge des Ministerrates am 19. April 2023.
Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) im Zuge des Ministerrates am 19. April 2023.
ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com

Österreichs Spitäler schlagen Alarm. Vielerorts kämpft man mit akutem Personalmangel. Auch wenn die Pandemie allmählich dem Ende zu geht, ist es um die Situation der heimischen Spitäler nicht wirklich rosig bestellt. Zuletzt wurde etwa in der Klinik Ottakring eine Gefährdungsanzeige geschrieben. Oberärzte warnten davor, dass die Akutversorgung wackle. Oft dauere es stundenlang, bis Notfallpatienten versorgt werden können. Diese Dauer kann potenziell zur tödlichen Gefahr werden.

Im Zuge des Ministerrats wurde Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) auch mit dieser Thematik konfrontiert. Der Ressortchef kündigte an, vor allem den ambulanten Bereich stärken zu wollen. 

Rauch will kein Geld in stationären Bereich "schütten"

Rauch verwies allerdings darauf, dass Reformen erst angestoßen werden können, wenn der Finanzausgleich ausverhandelt ist. Es bringe aber nichts, Geld in den stationären Bereich "hinein zu schütten", wenn auf der anderen Seite Ärzte im niedergelassenen Bereich fehlen. Wie viele Betten aktuell gesperrt sind, konnte Rauch nicht sagen. Diese Daten lägen bei den Bundesländern. Man stehe aber im regelmäßigen Austausch mit diesen. 

Natürlich werde es in Zukunft auch darum gehen, bei der Personalsituation Abhilfe zu schaffen, so Rauch. "Das kann aber nicht rasch geleistet werden, muss ich auch klar dazu sagen", erklärte der Politiker in aller Deutlichkeit. Es brauche Ausbildung – "das tun wir gerade" – und einen weiteren Punkt.

"Es wird im gesamten Sozial- und Gesundheitsbereich notwendig sein, auch aktiv Anwerbung im Ausland zu forcieren. Wir können den Personalbedarf in Österreich nicht abdecken. 

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    Pixabay/Heute
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