Der Schlangenbiss eines vierjährigen Buben auf einem Campingplatz in Istrien sorgte noch letzten Freitag sorgte für Aufsehen – "Heute" berichtete. Anders als zunächst berichtet, handelt es sich bei den Betroffenen nicht um eine österreichische, sondern um eine deutsche Familie. Gegenüber "Heute" schildert die Mutter nun die dramatischen Minuten nach dem Biss.
Für die deutsche Familie wurde der Kroatien-Urlaub zum Albtraum. Ihr vierjähriger Sohn wurde auf einem Campingplatz in Istrien von einer Hornviper gebissen. Die Schlange befand sich laut der Mutter direkt neben dem Vorzelt des Wohnwagens.
Der Vierjährige spielte unter Aufsicht seiner Eltern nur rund einen Meter entfernt, als er plötzlich aufschrie. "Er konnte uns zum Glück sagen, dass er die Schlange sah und sie anfassen wollte", erzählt sie.
Die Mutter fotografierte die Schlange, während ihr Mann zur Rezeption des Camping-Standortes eilte. Wenige Minuten später war die Rettung vor Ort und brachte den vierjährigen Buben ins Klinikum Rijeka. Dort erhielt er auf der Kinderintensivstation ein Gegengift.
Der Biss am Finger hatte heftige Folgen. Die Hand schwoll an und verfärbte sich lila, die Reaktion breitete sich laut der Mutter rasch bis zur Achsel aus. "In den ersten 48 Stunden sagte man uns, dass er sterben könne", berichtet sie.
Dank der schnellen Behandlung stabilisierte sich sein Zustand. Mittlerweile gehe es dem Vierjährigen wieder gut, er sei "fast wieder der Alte".
Die Familie befindet sich noch in der Nähe der Klinik und will am Montag nach Deutschland zurückkehren. Nach dem dramatischen Erlebnis möchte die Mutter nun auch andere Urlauber sensibilisieren. Sie selbst habe vor der Reise nichts von der Gefahr durch Giftschlangen in der Region gewusst.
Bei der Hornotter (Vipera ammodytes) handelt es sich um eine der giftigsten Schlangen Europas. Vor allem für kleine Kinder kann ein Biss gefährlich werden.