Nach einem versuchten Einbruch bei einem Marktstand in Wien-Währing sorgt nun das Verhalten der mutmaßlichen Täter für Kopfschütteln. Die Jugendlichen zeigten sich von der Amtshandlung völlig unbeeindruckt – und machten sich sogar über die Polizei und die Gesetzeslage lustig.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Sonntag am Johann-Nepomuk-Vogl-Markt in Währing. Dort sollen laut Polizei vier Jugendliche versucht haben, in einen Marktstand einzubrechen. Die Polizei rückte an und nahm drei der Verdächtigen vorläufig fest.
Doch viel Konsequenzen drohen ihnen offenbar nicht: Einer der Jugendlichen ist noch keine 14 Jahre alt und damit strafunmündig. Laut Polizei wurden sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt.
Besonders brisant: Die Verdächtigen dürften sich ihrer Situation völlig bewusst sein. Während der Amtshandlung sollen sie die Beamten ausgelacht und mit Aussagen wie "Könnts uns eh nix machen" provoziert haben.
Ein 13-Jähriger soll laut Zeugen sogar offen gesagt haben, dass ihm selbst eine mögliche Unterbringung egal wäre: "Dann bin ich eh bald wieder zu Hause." Ein anderer Verdächtiger wollte von den Vorwürfen hingegen überhaupt nichts wissen.
Laut "Heute"-Informationen sollen die Jugendlichen keine Unbekannten sein. Fingerabdrücke der Teenager wurden demnach bereits bei früheren Straftaten dokumentiert – sie sind somit polizeibekannt.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen Ukrainer (15) und einen Österreicher (16). Eine weitere Staatsangehörigkeit ist derzeit noch ungeklärt. Der Fall sorgt nun erneut für Diskussionen über strafunmündige Jugendliche und mögliche Konsequenzen für junge Intensivtäter.