Ski-Superstar Federica Brignone beendet ihre Saison vorzeitig. Nach ihrem Weltcup-Auftritt in Soldeu und dem sensationellen Doppel-Gold bei den Olympischen Winterspielen in Cortina erklärte die 35-Jährige in den sozialen Netzwerken. "Ich glaube, ich habe meinem Körper in den vergangenen Monaten sehr viel abverlangt."
Brignone hatte nach ihrer schweren Knieverletzung im vergangenen April ein sportliches Wunder geschafft. Bei den nationalen Meisterschaften war sie bei einem Sturz heftig am linken Knie verletzt worden: Mehrfachbruch von Waden- und Schienbeinkopf, dazu ein Kreuzbandriss.
Eine Diagnose, die für viele das Karriere-Aus bedeutet hätte. Brignone kämpft seither mit den Nachwirkungen. Trotzdem krönte sie sich in Cortina gleich zwei Mal zur Olympiasiegerin – ein Comeback für die Geschichtsbücher.
Doch die Belastung war enorm. "Ich habe versucht, die Saison fortzusetzen, aber jetzt fordert mein Körper seinen Tribut", schreibt Brignone. Sie wolle das Saisonende nun nutzen, um sich eine Pause zu gönnen und die Rehabilitation bestmöglich fortzusetzen. Diese sei zuletzt stark eingeschränkt gewesen, "um das Wunder zu erreichen, das wir geschafft haben".
Zuletzt sagte sie bereits: "Die Wahrheit ist, dass ich nie ganz genesen werde." Mit den Folgen des Sturzes müsse sie leben. Auch wenn es nach und nach besser wird. Doch der Alltag bleibt hart: "Wenn ich morgens Ski fahre, hinke ich danach den ganzen Tag."