Köstinger: "Mein Sorgenkind ist der Städtetourismus"

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (links) besuchte Gastronomin Haya Molcho im NENI am Prater.
Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (links) besuchte Gastronomin Haya Molcho im NENI am Prater.Paul Gruber
Anlässlich der Gastro-Lockerung besuchte Ministerin Elisabeth Köstinger das neueröffnete NENI am Prater von Haya Molcho. "Heute" bat zum runden Tisch.

Bei strahlend schönem Wetter traf Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Donnerstag nach einer Prater-Tour im Rooftop-Restaurant NENI am Prater ein, um sich mit Star-Gastronomin Molcho auszutauschen. Der Blick wurde nicht nur auf das Riesenrad, sondern auch in die Zukunft gerichtet.

Köstinger kennt den Stellenwert der Gastronomie für Österreicher: "Restaurants sind die sozialsten Orte überhaupt und alles soll jetzt wieder einfacher sein. Meine Botschaft ist, dass die Gastronomie ein sicherer Ort ist, weil man genau dort getestet, geimpft und genesen ist."

Haya Molcho ist in Feierlaune: "Ich bin total erleichtert. Am Abend lebt das ganze Restaurant. Wir zelebrieren heute die Verlegung der Sperrstunde auf zwölf Uhr mit DJs, Cocktails und Super-Stimmung!"

"Heute"-Reporter Paul Resetarits moderierte den runden Tisch.
"Heute"-Reporter Paul Resetarits moderierte den runden Tisch.Paul Gruber

Schutzschirm soll Städtetourismus wiederbeleben

Köstinger blutet das Herz in Anbetracht der fehlenden internationalen Touristen: "Der hohe Anteil internationaler Gäste in der Städtehotellerie ist enorm wichtig, aber die Reisefreiheit ist durch die Pandemie eingeschränkt. Wir arbeiten intensiv an Lockerungen bei den Einreisebestimmungen. Wir wollen den europäischen grünen Pass auf Drittstaaten ausweiten. Diesbezüglich wäre die USA sehr erstrebenswert!" 2019 gab es erstmals über eine Million US-Nächtigungen in Wien. Heuer ist nur ein Bruchteil davon zu erwarten. Um mehr Touristen zu locken soll neben den Gastro-Angeboten auch die Eventbranche gestärkt werden.

Ein Schutzschirm für Veranstaltungen soll Sport, Kunst, Kultur, Messen und Kongresse wieder ermöglichen. Die ÖVP-Ministerin erklärt die Notwendigkeit der staatlichen Hilfen: "Diese Branche wurde am härtesten getroffen. Nach eineinhalb Jahren ohne Umsätze, sollen sie wieder Veranstaltungen planen können, die in einem halben Jahr oder Dreivierteljahr stattfinden. Mit diesem Schutzschirm können sie wieder Risiko nehmen und die Städte können so wiederbelebt werden." Die Obergrenze der Maßnahme liegt bei zehn Millionen Euro pro Veranstalter, die noch bis Ende des Jahres beantragt werden kann.

Haya Molcho kennt das internationale Standing Österreichs: "Ich bin aus Israel. Dort sagen die Leute, warum hat uns der liebe Gott nicht Österreich gegeben. Es ist so ein schönes Land. Wir haben nur Wüste, ihr habt grün. Es gibt so viel Wasser und tolle Landschaften. Wenn das Vertrauen wieder da ist, wird sich alles wieder normalisieren. Dazu braucht es nur ein bisschen Geduld."

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