Köstinger: "Zeit der Solidarität mit Ungeimpften vorbei"

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger
Tourismusministerin Elisabeth KöstingerTobias Steinmaurer / picturedesk.com
Im Kampf gegen Corona sei ein Lockdown auch für Geimpfte nicht mehr denkbar. Laut Köstinger sei die "Zeit der Solidarität" mit Ungeimpften vorbei.

Die Corona-Lage in Österreich wird Tag für Tag dramatischer. Am Mittwoch vermeldeten die Behörden nun sogar einen neuen Rekordwert – über 11.000 Neuinfektionen wurden registriert. Rufe von Experten nach einem Lockdown für alle werden immer lauter. Bundeskanzler Schallenberg versicherte indes, dass es für Geimpfte keinen Lockdown aus Solidarität mit den Ungeimpften geben werde, so Schallenberg in einer Stellungnahme. Dafür wolle er "auch weiterhin kämpfen". Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ist der gleichen Meinung und sagt knallhart:

"Die Zeit der Solidarität mit jenen, die sich aus fadenscheinigen Gründen nicht impfen lassen wollen, ist abgelaufen."

Es könne nicht sein, dass "mutwillige Impfverweigerer die Mehrheit der Bevölkerung in Geiselhaft nehmen." Obwohl laut Experten kaum etwas an einem Lockdown für alle vorbeiführt, ist Köstinger sicher: "Wir können und werden geimpfte Menschen nicht in ihren Freiheiten einschränken, weil eine Minderheit konsequent und ohne medizinischen Grund Schutzmaßnahmen und Impfungen verweigert. Das wäre unfair und auch unsolidarisch allen anderen gegenüber."

Risiko für alle

Weiters begründet sie: "Wer sich – ohne medizinische Begründung – nicht impfen lässt, riskiert nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die von uns allen. Es ist klar, dass das Verständnis dafür bei den geimpften Menschen am Ende ist." Zudem sollten weitere Einschränkungen "nur noch für ungeimpfte Menschen gelten, die nächste Stufe des Stufenplans sieht das auch so vor", verweist die Ministerin auf die nächste Stufe, welche ab einer Belegung von 500 Intensivbetten in Kraft tritt. Ab da greift dann nämlich der harte Lockdown für Ungeimpfte.

"Jeder von uns hat selbst alle Möglichkeiten in der Hand, um einen Beitrag zur Beendigung dieser Pandemie zu leisten."

"Die Freiheiten, die eine hohe Impfquote ermöglich, sehen wir in jenen Ländern, in denen die Impfrate hoch ist. Jeder von uns ist nur sicher, wenn wir alle sicher sind. Es steht jederzeit genügend Impfstoff zur Verfügung, um sich selbst und damit uns alle zu schützen", so Köstinger.

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