Koffer-Kuriere glaubten, "Crystal" wäre Krokodil-Leder

Auftakt im größten Drogenprozess des Jahres am Wiener Landl. 9 Männer sollen kiloweise "Crystal" und Koks in Koffern geschmuggelt haben – Haft!

Der Aktenberg der gesamten Causa türmt sich einen Meter hoch. Hauptsächlich im Jahr 2019 sollen auf verschiedenen Linienflügen mit der Drehscheibe Wien-Schwechat (NÖ) in unauffälligen Roll-Koffern kiloweise Drogen weltweit verteilt worden sein - bis nach Yokohama, Tokio und Australien. Alle mutmaßlichen Koffer-Kuriere legten nun am Wiener Landl eine harte Landung am Boden der Realität hin. Sie bekamen zwischen 2,5 und 8 Jahre Haft.

Mit vermeintlich leichten Aufgaben von Unbekannten in einem Wiener Spielcasino angeworben – ein Wochenende Party, paar tausend Euro auf die Hand nur für die Mitnahme eines fremden Koffers – sahen sich die Angeklagten am Mittwoch mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Pro in den Koffer eingenähter "Meth"-Lieferung sollen um die 1,8 Kilo der gefährlichen Droge transportiert worden sein – die Staatsanwaltschaft summierte auf insgesamt 124 Kilogramm!

"Wir dachten, drinnen wäre Krokodil-Leder"

"Uns wurde fälschlicherweise gesagt, drinnen wäre Krokodil- und Schlangen-Leder", behauptete der von Top-Anwalt Roman Tenschert verteidigte Erstangeklagte in seiner Einvernahme.

Die Spitzen-Juristen Mathias Burger, Andreas Strobl, Andreas Reichenbach, Ernst Schillhammer, Peter und Alexander Philipp, sowie Sonja Scheed vertraten den Rest der Gang. Alle Urteile sind bereits rechtskräftig. 

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