Kogler für Opposition im "Blindflug durch den Lockdown"

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne)
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne)Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Die Oppositionsparteien übten Kritik an den Aussagen Koglers in der ORF-Pressestunde. Für die NEOS putzt sich der Vizekanzler an den Ländern ab.

In der ORF-Pressestunde am Sonntag war Vizekanzler Werner Kogler zu Gast. In dem Gespräch erklärte er, wie es nach dem Lockdown weitergehen soll und schilderte die Öffnungsstrategie für Schulen und Handel. 

Außerdem sagte der Vizekanzler, dass die zweite Corona-Welle in Österreich "eine Spur unterschätzt worden" sei, weshalb man das Augenmerk nun darauf legen müsse, die Infektionszahlen nach der Öffnung gering zu halten. In den kommenden Monaten wäre es außerdem gut, "dass man nicht ganz Österreich runterfahren muss, wenn irgendwo ein regionaler Cluster auftritt. Da müssten die lokalen Behörden eingreifen", schilderte Kogler. Mehr dazu hier >>

Reaktion der Opposition

Kritik an den Aussagen Koglers übten die Oppositionsparteien. Für die SPÖ hat der Vizekanzler lediglich den "moderierenden Oberkommentator" gegeben, für die FPÖ befindet er sich "im Blindflug durch den Lockdown". Die NEOS sagen, Kogler putze sich an den Ländern ab.

"Hätte es diese Bundesregierung geschafft, die Hochrisikogruppen zu schützen, dann hätte man nicht das ganze Land zusperren müssen", sagte NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. Außerdem erklärte er, dass "die Art und Weise, wie sich Werner Kogler bei den Ländern abputzt und die Verantwortung beim Schutz der Risikogruppen abschiebt, eines Vizekanzlers unwürdig ist". 

"... dann ist der dritte Lockdown fix"

Selbstverständlich sei es die Verantwortung der Regierung, eine einheitliche Teststrategie vorzugeben und auch darauf zu achten, dass die Länder jene ordnungsgemäß und sorgsam mittragen und durchführen. Loacker erinnerte jedoch daran, dass das Land nie in den harten Lockdown geschickt hätte werden müssen, "hätte es diese Bundesregierung geschafft, die Hochrisikogruppen zu schützen." 

Zwar prahle Türkis-Grün derzeit mit den anstehenden Massentests, für die plötzlich ausreichend Ressourcen zur Verfügung stünden, "doch für die Heime hat es die offenbar nie gegeben. Das ist vollkommen unverständlich. Wenn diese Bundesregierung weiterhin so dilettantisch in der Corona-Bekämpfung vorgeht, dann ist der dritte Lockdown bereits fix."

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