Kogler stellt sich Wiederwahl zum Chef der Grünen

Grünen-Chef und Vizekanzler Werner Kogler wird sich 2022 der Wiederwahl stellen.
Grünen-Chef und Vizekanzler Werner Kogler wird sich 2022 der Wiederwahl stellen.Georg Hochmuth / APA / picturedesk.com
Vizekanzler Werner Kogler will weiter an der Spitze der Grünen bleiben. 2022 stellt er sich deshalb der Wiederwahl zum Bundessprecher.

Werner Kogler will auch von 2022 bis 2025 Chef der Grünen bleiben. Deshalb wird er sich im kommenden Jahr der Wiederwahl zum grünen Bundessprecher stellen, gab er gegenüber der APA am Samstag bekannt. Kogler sprang bei den Grünen als Krisenmanager nach der Wahlkatastrophe 2017 ein und wurde 2018 zum Bundessprecher gewählt. Damals gab er allerdings an, er wolle höchstens zwei Jahre lang diesen Posten innehaben. Doch dann sei alles anders gekommen.

Nach Erfolgen bei Europa- und folgender Nationalratswahl sowie der Regierungsbeteiligung habe sich die Ansage "überholt", so Kogler. "Aber wenn ich jetzt wenigstens in Jahresschritten denken kann, dann ist es zutreffend, dass ich nächstes Jahr wieder für den Bundessprecher kandidiere", wird Kogler zitiert. Und "das Ziel" sei es dann auch, die Funktion über die gesamte Amtsperiode bis 2025 zu bringen. Auch Vizekanzler in der Koalition wolle Kogler bleiben.

"Ich weiß nicht genau, was das sein soll, offen gestanden"

Am Sonntag beim Bundeskongress der Grünen sollen auch neue Weichen für die Bundessprecher-Wahl gestellt werden. Der Bundessprecher oder die Bundessprecherin soll künftig von den beinahe 7.000 Parteimitgliedern gewählt werden, wobei der Grünen-Chef Mitspracherecht bei den vorderen Listenplätzen bekommen soll. Große Tumulte beim Kongress – auch in Hinsicht auf Unmut gegenüber ÖVP-Causen – erwarte Kogler nicht, Diskussionen seien aber "Tradition bei den Grünen".

Ob es, wie gerüchteweise besagt wird, einen Dringlichkeitsantrag der Wiener Grünen für ein Koalitions-Aus bei der Anklage eines Regierungsmitglieds geben könnte, wollte Kogler weder bestätigen noch dementieren. Eine strikte Absage erteilt er aber den Plänen Herbert Kickls, der alle Koalitionsparteien in einer gemeinsamen Koalition gegen die ÖVP versammeln wollte. "Ich weiß nicht genau, was das sein soll, offen gestanden", so Kogler. 

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