Kokain im Schlafzimmer von Gudenus gefunden?

Im Schlafzimmer von Ex-FPÖ-Politiker Johann Gudenus wurde offenbar Kokain gefunden.

Die Staatsanwaltschaft verfolgt in Bezug auf Johann Gudenus neue Spuren. Wie die Plattform "ZackZack.at"berichtet, haben Beamte bei einer Durchsuchung seiner Wohnung möglicherweise Kokainrückstände in seinem Schlafzimmer entdeckt.

Weißes Pulver auf Visitenkarten

"Im Schlafzimmer des Johann Gudenus wurden neben dem Tresor liegend Visitkärtchen sowie in einer schwarzen Schachtel liegend ein zusammengefaltetes Stück Papier aufgefunden, die Rückstände von suchtmittelverdächtigen Substanzen aufwiesen", heißt es seitens der Beamten.

Als die Ermittler des Bundeskriminalamts an der Wohnungstür des ehemaligen FPÖ-Politikers klopften, öffnete Gudenus laut Protokoll "in Schlafkleidung".

Die Beamten durchsuchten einen Raum nach dem anderen. In der Wohnung befanden sich zwei Faustfeuerwaffen sowie zwei Langwaffen, die alle ordnungsgemäß versperrt waren.

Im Schlafzimmer entdeckten die Ermittler dann einen kleinen Tresor. Daneben drei Visitkarten, auf denen sich kleine Häufchen eines weißen Pulvers befanden.

Laut Anwalt hat Gudenus nie Drogen konsumiert

"Bei drei Visitkarten sowie einem ca. 15 x 15 cm großen Karton konnten Spuren eines weißen Pulvers festgestellt werden. Dieses Pulver wurde einem Suchtgiftschnelltest unterzogen und wurde bei dem auf den Visitkarten vorgefundenen Pulver festgestellt, dass es sich vermutlich um Kokain handelte", heißt es im Protokoll.

Gudenus' Anwalt Heinz-Dietmar Schimanko bestätigte den Bericht des Portals "ZackZack.at", betonte aber, dass der Ex-FPÖ-Politiker nie Drogen konsumiert habe.

Am Mittwoch erklärte der Anwalt gegenüber der APA, dass es um Visitkarten gehe, die sein Mandat von anderen Leuten erhalten habe. Wenn dort Spuren von Suchtmitteln vorhanden waren, liege das "völlig außerhalb seiner Verantwortung."

Gudenus: "Kommentiere keine Zufallsfunde"

Gudenus über die Causa: "Ich kommentiere keine Zufallsfunde in Form von irgendwelchen Rückständen in einem Haufen vieler fremder Visitenkarten." Auf Facebook veröffentlichte der ehemalige geschäftsführende Klubobmann dann doch eine längere Stellungnahme. Dabei betont er, dass er sich bei weiteren einschlägigen Vorwürfen medienrechtlich zur Wehr setzen wird.

"Wenn sich auf irgendwelchen fremden Visitenkarten Spuren von Kokain befinden, dann liegt das nicht in meiner Verantwortung. Die Journalisten, die daraus eine Story basteln, sollten ihre Geldscheine und Visitenkarten ebenso prüfen lassen. Sie werden überrascht sein, wie oft sie auf Spuren von Kokain stoßen werden. Laut unterschiedlicher Studien findet man Rückstände von Kokain auf 9 von 10 Geldscheinen", postete Gudenus.

Die Justiz ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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