Kollegah-Konzert wegen Antisemitismus abgesagt

Am Samstag hätte der umstrittene Rapper in München ein Konzert geben sollen. Der Vermieter sagte nun kurzfristig ab.
Der Club "Backstage" hätte Kollegah eine Bühne gegeben, jedoch nur unter einer Bedingung: Die Betreiber verlangten, dass sich der Rapper "eindeutig und glaubwürdig" gegen Antisemitismus und Homophobie positioniert. Kollegah weigerte sich aber bis zuletzt.

Aus diesem Grund sah sich der Veranstalter nun gezwungen, die Show kurzfristig abzusagen. Auf der Homepage erklärt man: "Liebe Kollegah-Fans, leider müssen wir Euch mitteilen, dass das Konzert von Kollegah bei uns am 14.12. nicht stattfinden kann."

Musikpreis wegen Kollegah abgeschafft



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Im Vorfeld verlangten Kritiker bereits seit Längerem die Absage der Show. Nun zeigt sich allen voran die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, erleichtert. Sie meint dazu in einem Statement: "Ich danke dem Backstage für die Absage, mit der es seinen eigenen Prinzipien treu geblieben ist und die Kritiker ernst genommen hat. Die konsequente Entscheidung mag spät kommen, aber sie ist die einzig richtige."

Kollegah steht seit der Echo-Verleihung 2018 in der Kritik. Er und sein Rap-Partner Farid Bang erhielten einen Preis, trotz zum Teil antisemitischer Texte. Im Anschluss schaffte man den Preis ab, da sich immer mehr Künstler dem Echo abwandten und ihre Trophäen zurückgaben.

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