Probebetrieb: Busse statt zweite Schienenachse

Busse statt Bim auf der 2. Schienenachse in Linz.
Busse statt Bim auf der 2. Schienenachse in Linz.Bild: Linz AG
Die seit Jahren geplante zweite Schienenachse in Linz scheint nicht realisierbar. Es fehlt an Geld. Nun arbeiten die Stadt Linz und das Land an einer Alternative.
Der Straßenbahnverkehr in der Stadt Linz hat seine Kapazitätsgrenze erreicht. Seit Jahren schon laufen deshalb die Planungen für eine zweite Schienenachset. Doch das Projekt ist teuer, soll mehr als 400 Millionen Euro samt Einbindung der Mühlkreisbahn kosten.

Doch dieses Geld fehlt. Und nun arbeiten die Stadt und das Land offenbar an einer Alternative, berichtet der ORF Oberösterreich.

Mühlkreisbahn fährt bis zum Hauptbahnhof



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Demnach wird gerade intensiv geprüft, ob man statt der Straßenbahn nicht auch Busse auf der Achse einsetzen könnte. Allerdings nur dort, wo nicht ohnedies die Mühlkreisbahn fahren wird. Denn deren Anbindung an den Linzer Hauptbahnhof wird, aus heutiger Sicht, realisiert.

So sollte die 2. Schienenachse ursprünglich ausschauen.
So sollte die 2. Schienenachse ursprünglich ausschauen.
Man würde sich damit natürlich viel Geld und Diskussionen sparen. Die geplanten Tunnel, an denen es viel Kritik gab, würden wegfallen. Ebenso die Entscheidung über die Spurbreite der Schienen auf der neuen Linzer Donaubrücke – denn Bim und Mühlkreisbahn haben unterschiedliche.

Linz prüft Bus-Variante



Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) bestätigt, dass es Überlegungen gibt, statt der Bim E-Busse fahren zu lassen. "Schon bald wollen wir mit einem Probebetrieb starten", so Luger zu "Heute". Bis Ende das Jahres soll dann eine endgültige Entscheidung gefallen sein.

Kritik kommt von den anderen Parteien. Etwa von Grünen-Verkehrssprecher Klaus Grinninger. Er stellt klar, dass die Busse kein Ersatz für die zweite Schienenachse sein können. Der Grund: Busse würden genauso im Stau stehen wie Autos.

Die ÖVP macht die Finanzpolitik von Bürgermeister Klaus Luger für die Situation verantwortlich. "Wir haben die SPÖ immer davor gewarnt, dass, wenn man die städtische Schuldenlast nicht in den Griff bekommt, letzten Endes wichtige

Infrastrukturprojekte darunter leiden werden", so Klubchef Martin Hajart.

Übrigens: Das Thema Busse statt Bim war schon im Dezember des Vorjahres diskutiert worden. Damals war der Vorschlag von Neos-Klubchef Lorenz Potocnik gekommen.



(gs)

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