Kommentar: Handschuhe vom Asyl-Koordinator

"Heute"-Redakteurin Uta Hauft über den neuen Asyl-Koordinator, Ex-Raika-Chef Christian Konrad.

"Heute"-Redakteurin Uta Hauft über den neuen Asyl-Koordinator, Ex-Raika-Chef Christian Konrad.

Machtmensch, Strippenzieher, Jägermeister: So kennt man den neuen Asylbeauftragten der Regierung, Ex-Raika-Boss Christian Konrad. Dass sich der 72-Jährige seit Jahrzenten auch sozial engagiert, für Odachlose der Caritas-Gruft kocht, für die Flüchtlingshilfe spendet, ist wenigen bekannt. Vielleicht weil er nicht alles an die große Glocke hängt - die Mariazeller Basilika-Glocken einmal ausgenommen.

Den Drang zum schnellen, unbürokratischen Helfen hat er. Das weiß ich aus erster Hand: Es war an einem bitterkalten Herbsttag, als ich vor rund 15 Jahren Konrad zum ersten Mal beruflich begegnete. Ich, eine Jungjournalistin, er, der Manager, der alle kannte und den alle kannten.

Wir trafen einander im zugigen Schlosspark Schönbrunn. Konrad stiftete dort eine Parkbank, was für den "Kurier", für den ich damals schrieb, eine große Story war. Zur Begrüßung reichten wir uns die Hände. Die meinen waren eisig kalt.

Zurück in der Redaktion erreichte mich ein Anruf aus Konrads Büro: Ich sollte mir sofort Handschuhe kaufen, warme, auf seine Rechnung. Solch unkomplizierte und rasche Lösungen hat die Politik in der Asylkrise dringend nötig.

 

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