Wenn der ÖVP-Wahlkampf auf Verwirrung ausgerichtet wurde, dann scheint eine Punktlandung gelungen. Landauf, landab servieren uns die Schwarzen gerade ein Österreich, idyllisch wie bei Heidi und Ziegen-Peter.
Berge, Seen, Felder, dazu werden Slogans wie "Österreich gehört den Tatkräftigen, Weltoffenen, Optimisten" gereicht. Ein schöner Land in dieser Zeit. Die Macher der Plakate, das ÖVP-Team nämlich, tritt dagegen auf, als stünde Österreich kurz vor der Apokalypse.
Das Land sei "abgesandelt", das Wirtschaftswachstum "eine Schande" (Leitl), Faymann ein "Lügenkanzler" (Mikl- Leitner), der "den Standort ramponiert" (Fekter). Was jetzt? Erleben wir nun einen Wahlkampf, in dem sich die einen Kandidaten nackt ausziehen und die anderen uns als Sandler beschimpfen? Oder nimmt sich die ÖVP einmal ihre deutsche Wahlagentur auf die Seite und verklickert den Jungs, dass wir das nicht dufte finden, sondern zum Meerrettich reiben.