Der beliebteste Ermittler auf vier Pfoten kehrt ab 13. April zurück ins Fernsehen: "Kommissar Rex" nimmt auf ORF 1 (20.15 Uhr) in sechs Teilen in Spielfilmlänge wieder seine Fährte auf. Maximilian Brückner wird als Chefinspektor Max Steiner das neue Herrchen des schlauen Spürhundes.
"Beim Casting hat es erstmal nicht gleich mit dem Hund funktioniert. Ich glaube, er hat insgeheim noch meine Schafe gerochen. Aber mit der Zeit sind wir wahnsinnig zusammengewachsen. Ich bin der Einzige, der ihn streicheln oder anfassen darf", verrät er im "Heute"-Gespräch.
In der Neuauflage der Kult-Serie hat Brückner seine Rolle auf Augenhöhe mit dem Schäferhund angelegt. "Ich wollte ihn wie einen Menschen behandeln. Wenn ich mit ihm rede und er alles versteht, hat das dann auch etwas unfreiwillig Komisches und Skurriles, das mochte ich."
An Brückners Seite spielt Ferdinand Seebacher den attraktiven, aber etwas schüchternen Inspektor Felix Burger. "Ich habe ihn so angelegt, dass er sich seiner Außenwirkung nicht so bewusst ist. Er versteckt sich hinter seinem Computer". Noch vor Ausstrahlung der neuen "Kommissar Rex"-Folgen hat der Schauspieler von der Aufmerksamkeit durch seine neue Rolle profitiert. "Das Bewusstsein für mich als Person hat sich schon verändert und ist größer geworden", gibt der ORF-Star zu.
"Mir werden schon eher heldenhaften Schwiegermutter-Lieblingsrollen zugetragen", so Seebacher weiter, der auch demnächst in "Herzklang – Zurück zu mir" auf ORF 1 neben Melissa Naschenweng zu sehen ist. "Das ist okay, aber ich freue mich auch, wenn ich mal eine kaputtere Rolle spielen darf", gibt er zu.
Für seine erste Krimiserie hat sich Seebacher jedenfalls intensiv vorbereitet: "Eine Freundin von mir ist beim Landeskriminalamt. Ich habe mich sehr eng mit ihr ausgetauscht, Infos eingeholt und ein Training gemacht. Man muss sich wie ein Fisch im Wasser fühlen. Nichts ist peinlicher, als eine Waffe ziehen zu müssen und ich halte die dann wie eine Salatgurke", lacht er.
Auch für Kabarett-Star und Schauspieler Alfred Dorfer, der Gerichtsmediziner Dr. Tom Wippler verkörpert, ist seine Rolle, mit der er sich einen lang gehegten Traum erfüllt hat, etwas Neues. "Ich habe schon sehr lange keine Serien mehr gemacht. Der Vorteil dieser ist, dass du immer mit demselben Team arbeitest und relativ gut weißt, was auf dich zukommt. Wenn du aber, so wie ich, nicht sehr viele Drehtage hast, fällt der Nachteil weg. Nämlich, dass du ins Bergwerk-Gefühl kommst", erzählt er.
Seine Freude an "Kommissar Rex" lag aber auch ganz klar an seinem tierischen Kollegen. "Ich bin ein wirklicher Hunde-Liebhaber. Ich mag sie, fürchte und grause mich nicht vor ihnen. Wenn ein Hund im Raum ist, ist alles gut." Dorfer als Wiener Pathologe hat jedenfalls Kult-Potenzial, er genoss "Das Spielen mit dem Grauslichen. Da liegt eine Leiche, aber man isst dabei was, Semmel oder Topfengolatsche. Das gefällt mir zum Beispiel sehr gut, weil es hier relativ normal ist, dass man so mit den Dingen umgeht. In Deutschland kann das ja vielleicht ein anderes Thema sein, da ist manchmal viel Spießigkeit im Spiel, was Humor betrifft."
Dass die Kult-Serie in der Jetztzeit angekommen ist, wird auch durch die Rolle von Doris Golpashin als Chefin der beiden Kommissare, Major Evelyn Leitner, klar. "Ich finde es cool, dass sie eine eigenständige, selbstständige Frau ist, die mit beiden Beinen am Boden steht und die Hosen anhat – eine sehr reizvolle Figur." Die Schauspielerin und Moderatorin lebt inzwischen seit 15 Jahren mit ihrem Mann Klaas Heufer-Umlauf und den Kindern in Berlin.
"Wieder in der Heimat zu drehen, hat total Spaß gemacht. Ich habe in den letzten Jahren extrem viel in Deutschland gearbeitet. Das war jetzt wie nach Hause kommen. Und etwas Schöneres gibt es ja eigentlich gar nicht".