Besonders im Westen Österreichs war Donnerstagabend schon ziemlich viel Saharastaub in der Luft, wie die Webcams aus Vorarlberg zeigen. Am Freitag gibt es davon auch im Osten deutlich mehr zu sehen. Damit einher geht auch ein deutlicher Temperaturanstieg. Nicht nur Wüsten-Sand, sondern auch Wüsten-Hitze ist im Anmarsch.
In den nächsten Tagen liegt Österreich am Rand einer Hitzeblase über Süditalien. "Dort werden es bis zu 45 Grad, bei uns bis zu 35. Eine Abkühlung auf 'normale' Temperaturen für Anfang September – rund 22 Grad – ist weit und breit nicht in Sicht", schreibt ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber. Nachsatz: "Der Sommer 2026 hat noch nicht fertig".
Es wird allerdings turbulent: Tief Raphaela zieht weiter über die Nordsee, von Westen her macht sich dessen Kaltfront bemerkbar. "Damit stehen für den Westen und Norden nochmals kräftige Gewitter an", schreibt UWZ-Meteorologe Marcus Rubel in seinem Warnlagebericht von Donnerstagnachmittag. Oberhuber dazu: "Stellenweise ist größerer Hagel dabei und auch gefährliche Sturmböen können auftreten."
Auch sein Rundfunk-Kollege Sigi Fink warnt auf Facebook vor den aufziehenden Gewittern: "Von Italien bis Nordafrika zum Teil über 45 Grad! Dann kommt ein wenig Erholung, aber mit Wumms z.B. in und rund um Deutschland mit Unwettergefahr am Freitag."
Am Wochenende stellt sich hinter der Kaltfront dann eine westliche Höhenströmung ein, somit bleibt es leicht unbeständig.
In der Nacht auf Freitag bleibt es meist trocken, dazu ist es vielerorts sternenklar. Im Westen weht in den prädestinierten Tälern föhniger Südwind, vom Waldviertel bis ins Nordburgenland weht mäßiger bis lebhafter Südostwind.
Am Freitag scheint bei ausgedehnten Schleierwolken noch häufig die Sonne, lediglich in Vorarlberg und am Alpenhauptkamm ziehen von der Früh weg dichte Wolken mit Regenschauern und Gewittern durch, informiert Meteorologe Marcus Rubel. Im Tagesverlauf breiten sich diese unter Verstärkung samt Unwettergefahr aus, bis zum Abend noch meist trocken bleibt es von Unterkärnten bis ins Weinviertel. Zunächst weht in den Nordalpen starker Südföhn, mit den Gewittern frischt stürmischer Westwind auf. Von West nach Ost werden 25 bis 35 Grad erreicht.
Der Samstag startet bewölkt und verbreitet nass, im Süden auch noch vereinzelt gewittrig. Im Tagesverlauf trocknet es rasch ab und es stellt sich ein Sonne-Wolken-Mix ein, nur im Süden und Südosten bleibt es unbeständig mit ein paar Schauern, vereinzelt auch Blitz und Donner. Im Donauraum und im Osten weht der Wind zunächst lebhaft aus West bis Nordwest, lässt aber im Tagesverlauf nach. Von West nach Ost liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 29 Grad.
Am Sonntag wechseln sich Sonne und Wolken ab. Anfangs zieht im Osten noch vereinzelt ein Schauer durch, sonst bleibt es bereits trocken. Im Tagesverlauf steigt im zentralen Bergland die Schauerneigung leicht an, sonst überwiegt der freundliche Wettercharakter. Der Wind weht aus westlichen Richtungen und dabei nur schwach bis mäßig. Die Höchstwerte liegen zwischen 23 und 32 Grad.
Am Sonntag fällt zu Beginn vom Tiroler Oberland bis ins Weinviertel Regen, regional auch gewittrig durchsetzt. Im Laufe des Vormittages zieht dieser nach Osten ab und nördlich der Alpen stellt sich ein trockener Sonne-Wolken-Mix ein. Im Bergland bilden sich allerdings rasch Quellwolken und vor allem im Süden Schauer und Gewitter. Der Wind weht mäßig, im Osten auch lebhaft aus West und die Temperaturen erreichen 22 bis 31 Grad.