Kompakt aber bequem: Der BMW X2 im Test

Der X2 soll – no na net – die Lücke zwischen X1 und X3 schließen, damit Kunden die wirklich richtige BMW-Größe für sich finden. Und das macht Sinn.

Bei den vielen verschiedenen Versionen, die BMW mittlerweile anbietet – von 1 bis 7 (und bald wieder 8), und dazu noch alle als höhere X-Version – wundert man sich schon, ob sich das für die Bayern wirklich auszahlt. Österreichs Konzernsprecher Michael Ebner beantwortete uns diese Frage mit einem stolzen "Ja".

Und auch beim X2 merkt man, dass er seine Daseinsberechtigung hat. Es passt natürlich mehr hinein als in einen X1 (Mensch und Ladung), er ist aber kompakter und sportlicher als ein X3, der ja schon ein kleiner SUV ist. Beim X2 kann man noch von einem Crossover sprechen, also etwas für all jene, die nicht zu knapp über dem Boden sitzen und sich somit sicherer fühlen wollen ohne auf gute Straßenlage verzichten zu müssen.

Auch wir waren anfangs skeptisch, doch der X2 warf alle unsere Bedenken über Bord. Vor allem in den Kurven. Zugegeben, das liegt auch daran, dass wir die Spitzenversion gefahren haben: Ein xDrive 25d (Listenpreis 46.100 Euro) mit M-Paket und Sonderausstattungen ohne Ende: Business-Paket (u.a. mit Head-up Display), Österreich-Paket (u.a. mit Rückfahrkamera), Komfort-Paket (u.a. Sitzheizung vorne) sowie einzelnen Extras wie etwa Panorama-Glasdach, Lenkradheizung, Harman-Kardon-Soundanlage und eine Menge Leder. So kommt unser Gefährt auf 67.266 Euro.

Starker Motor mit wenig Durst

Angetrieben wird das ganze von einem 2-Liter-Diesel, der 231 PS und 450 Nm Spitze leistet, dazu eine 8-Gang-Automatik. Und wie man sich vorstellen kann, geht damit 'was weiter. Auch bei Geschwindigkeiten, die man nur auf der deutschen Autobahn fahren darf. Da merkt man, dass der X2 kein Stadtauto ist sondern als kleiner Tourenwagen durchgeht. Es überrascht uns, dass wir insgesamt mit nur 7,3 Litern auf 100 Kilometer auskommen.

Praktisch ist auch der Stauassistent bis 60 km/h, der Bremsen und Lenken auf der verstopften Autobahn übernimmt. Warum der adaptive Tempomat aber nur bis 140 km/h geht (was er bei anderen BMWs nicht macht), bleibt uns ein Rätsel.

Sportlicher Sound

Auf der Landstraße kann man auch sehr fein durch die Kurven jagen. Beim Beschleunigen gefällt der Sound von Motor und Auspuff , vor allem im Sportmodus. In der Einstellung Komfort ist die Gasansprache beim Kickdown aber überraschenderweise ziemlich amerikanisch; da empfiehlt es sich, für rasche Überholmanöver auf kurvigen Strecken kurz vorher in den Sportmodus umzuschalten.

Aber das macht man ja nicht die ganze Zeit sondern ist im Eco- oder im Komfortmodus unterwegs. Vorne ist es richtig bequem, die Sitze lassen sich wie immer bei BMW hervorragend ergonomisch einstellen. So ist man auch auf längeren Fahrten entspannt unterwegs, obwohl der X2 mit seinen 4,36 Metern Länge ja zu den Kürzeren der Bayern gehört. Doch bei einem Radstand von 2,67 Metern gibt es vorne sehr viel Platz und auch hinten kann man sitzen.

Praktischer Kofferraum

Der Kofferraum wirkt auf den ersten Blick klein, hat aber 470 Liter Volumen: Die entfalten sich erst, wenn man den Ladeboden herabsetzt. Da man aber ja nicht ständig dabei ist, viel zu transportieren, ist die gerade Ladekante durch die ohnehin erhöhte Bauweise des Crossover sehr praktisch. Und darunter kann man ja immer noch etwas verstecken.

Wer also einen BMW sucht, der hat mit dem X2 jetzt eine weitere Alternative zur Auswahl, um seine persönlichen Bedürfnisse bezüglich der Größe und der Art des Fahrzeugs zu befriedigen. Den günstigsten gibt es ab 39.700 Euro.

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