Paukenschlag in Leipzig! Nur wenige Wochen nach der erfolgreichen Rückkehr in die Champions League hat RB Leipzig Trainer Ole Werner vor die Tür gesetzt. Der Bundesligist bestätigte am Mittwoch die Trennung vom 38-Jährigen. Damit bekommt ÖFB-Star Christoph Baumgartner nach seiner Verletzungspause einen Coach.
Neben Werner müssen auch dessen Assistenten Tom Cichon und Patrick Kohlmann ihre Posten räumen. Sportchef Marcel Schäfer informierte die Beteiligten bereits über die Entscheidung.
Besonders brisant: Laut einem Bericht der "Sport Bild" soll es hinter den Kulissen zu einem heftigen Streit zwischen Werner und Red Bulls Fußball-Chef Jürgen Klopp gekommen sein. Demnach gingen die Vorstellungen über die sportliche Ausrichtung des Klubs immer weiter auseinander.
Offiziell spricht Leipzig von einer sportlichen Neuausrichtung. "Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen", erklärte Schäfer.
Für die kommenden Aufgaben seien "inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise" notwendig.
Dabei lesen sich Werners Ergebnisse durchaus beeindruckend. Der Deutsche hatte Leipzig im Sommer 2025 übernommen und musste nach den Abgängen von Xavi Simons, Benjamin Sesko und Lois Openda einen gewaltigen Umbruch bewältigen. Trotzdem führte er die Sachsen zurück in die Champions League.
Zuletzt hatten deutsche Medien bereits von internen Spannungen berichtet. Neben inhaltlichen Differenzen soll auch die Kommunikation des Trainers intern kritisch gesehen worden sein. Das Verhältnis zu Klopp soll sich deutlich verschlechtert haben.
Als heißester Kandidat auf die Nachfolge gilt Martin Demichelis. Der ehemalige Bayern-Profi stand zuletzt bei River Plate an der Seitenlinie und wird nun mit dem Trainerjob in Leipzig in Verbindung gebracht.