Österreich legte bei der Fußball-WM einen Traumstart hin, besiegte Jordanien in Santa Clara (US) mit 3:1. Tausende Fans jubelten in der Heimat am Frühstückstisch – die Partie begann um 6 Uhr.
Aber: Zahlreichen Anhängern blieb in der zweiten Halbzeit das Kipferl im Hals stecken. Der ORF-Livestream streikte, ließ Schüler und Menschen, die am Weg ins Büro waren, wütend zurück. Kommentator Oliver Polzer bat in der Nachspielzeit (!) um Entschuldigung. Zu spät für die enttäuschten Kunden.
Im Ö1-Mittagsjournal wurde die Blamage thematisiert. "Fußballfreude quer durchs Land, aber deutlich getrübt durch ein nicht erreichbares Livestreaming im Angebot des ORF", sprach Franz Renner. "Das bedauern wir sehr und bitten um Entschuldigung."
Doch warum kam es zum Ausfall? "Die vielen technischen Details erspare ich Ihnen, grob gesprochen lag es an der Überlastung unseres von der IT der Austria Presse Agentur (APA) gehosteten Angebots", so Renner. "Mehr als 250.000 Endgeräte haben in der Spitzenzeit versucht, zuzugreifen. Wer noch nicht drin war, konnte nicht mehr rein."
Bei Fans geht die Angst um, dass sich ein ähnliches Szenario wiederholt. "Der ORF arbeitet mit Hochdruck daran, eine solche Situation für die weiteren WM-Spiele auszuschließen. Wir bedauern den Ärger sehr, den wir dadurch ausgelöst haben."
Das Spiel Österreich gegen Argentinien wird am 22. Juni um 19 Uhr von ServusTV übertragen. Der ORF ist wieder beim dritten Gruppenmatch gegen Algerien (28. Juni, 4 Uhr) gefordert.