Der Ball zappelte in der 20. Minute zum ersten Mal im Netz. Da hatte ÖFB-Star Romano Schmid die rot-weiß-rote Nationalmannschaft gegen Jordanien mit 1:0 in Front geschossen. Nach einem Eigentor von Yazan Al-Arab (76.) und dem verwandelten Elfmeter von Marko Arnautovic (90+12.) stand es am Ende 3:1. Ali Olwan hatte zwischenzeitlich zum 1:1 für die phasenweise bissigen Jordanier ausgeglichen (50.).
Schmid hatte seinen Führungstreffer aus rund 20 Metern erzielt, den Ball wuchtig ins Eck geschossen. "Ich dachte zuerst nicht, dass er drinnen ist, habe mir dann aber schon gedacht: Er muss sich sehr strecken, um ihn zu halten", schmunzelte Schmid auf seinen so wichtigen Führungstreffer angesprochen.
Danach zeigte der Werder-Bremen-Legionär echte Größe. Während seines Jubels sprintete der Offensivmann zur rot-weiß-roten Betreuerbank, genau zu Christoph Baumgartner. Der ÖFB-Starspieler verpasst nach seiner beim Aufwärmen vor dem Test gegen Tunesien erlittenen Verletzung die WM-Endrunde, wird monatelang ausfallen. Trotzdem reiste "Baumi" zum Nationalteam, um dabei zu sein. Baumgartner und andere ÖFB-Teamkicker und Betreuer herzten den Führungstorschützen, tätschelten Schmids Kopf.
"Ich habe es mir schon davor vorgenommen. Aber wenn ich ein Tor schieße, vergesse ich manchmal, was ich tun will", lachte Schmid auf die Jubel-Szene angesprochen. "Zum Glück ist es mir noch eingefallen. Er könnte genauso an meiner Stelle da stehen und das Führungstor schießen. Deshalb habe ich es auch ein Stück weit ihm gewidmet", so Schmid.