In der 20. Spielminute hat Romano Schmid zugeschlagen. Der ÖFB-Teamspieler zog aus 20 Metern ab, traf mitten ins Herz der Jordanier. Und stellte auf 1:0 für Rot-Weiß-Rot. Es war der erste ÖFB-Treffer bei einer Fußball-WM nach 28 Jahren. Und ein Tor, das Österreichs Team besonders viel bedeutete.
Der Jubel im Stadion von Santa Clara war jedenfalls riesengroß. Alle stürmten auf Werder-Bremen-Legionär Schmid zu, feierten mit dem Torschützen. Schmid sprintete an die Mittellinie, wo die ÖFB-Ersatzspieler und Betreuer bereits aufgesprungen waren, lautstark jubelten.
Schmid hatte sich für seinen Torjubel aber einen ganz besonderen Teamkollegen herausgesucht: Österreichs WM-Pechvogel Christoph Baumgartner. Schmid fiel dem Leipzig-Legionär um den Hals, Baumgartner tätschelte den Kopf des Bremen-Kickers.
Die starke Szene dahinter: Auch Schmid dachte an Baumgartner. Der hatte sich beim Aufwärmen vor dem finalen ÖFB-Test vor der WM gegen Tunesien eine schwere Muskelverletzung zugezogen und verpasst die WM. Baumgartner musste operiert werden und wird monatelang ausfallen.
Trotzdem hat es sich der 26-Jährige nicht nehmen lassen, ins WM-Teamcamp zu reisen und Österreichs Nationalmannschaft zu unterstützen. Rot-Weiß-Rot ist eine Einheit. Das ist eindeutig.