Traumstart in die erste WM seit 30 Jahren! Österreich schlug Jordanien am Mittwochmorgen im ersten Gruppenspiel in San Francisco 3:1 und liegt damit voll auf Kurs Richtung Sechzehntelfinale.
Der volle Erfolg war für die heimischen Fans aber in mehrerer Hinsicht lange eine Nervenschlacht. Sportlich, weil Jordanien gut dagegenhielt, in Minute 50 ausglich und die erneute Führung erst in der 76. Minute fiel. Die Entscheidung besorgte Marko Arnautovic mit der allerletzten Aktion per Elfmeter in der zwölften Minute der Nachspielzeit.
Für zigtausende Pendler, Arbeiter und Schüler war das allerdings nur im "Heute"-Liveticker nachzuverfolgen. Denn: Fast zeitgleich mit dem Ausgleich in der 50. Minute wurden die Livestreams der ÖFB-Fans in ORF On schwarz und blieben das über fast die gesamte zweite Hälfte.
Zwischenzeitlich fielen sogar Online-Dienste wie der Liveticker beim ORF aus. Die Fan-Wut in den sozialen Medien ist nach dem historischen Erfolg riesig. Österreich gewann sein erstes Spiel seit 13.147 Tagen. Wer unterwegs war, konnte es nicht sehen.
In der ORF-Übertragung wurde der Ausfall von Kommentator Oliver Polzer in der 94. Minute zum ersten Mal angesprochen.
Im Wortlaut: "So, wir haben ein Problem auf ORF On mit den Livestreams. Ich muss sie bitten, das zu entschuldigen. Da ist ein Problem in der Infrastruktur. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, das in den Griff zu bekommen. Bitte um Entschuldigung. Ein äußerst blöder Zeitpunkt für technische Probleme im Stream auf ORF On. Bitte um Verzeihung."
In der 96. Minute vermeldete Polzer: "So, Meldungen zufolge funktioniert der Livestream wieder. Und es geht noch fünf Minuten."
Gegenüber "Heute" äußerte sich der Sender später zu den Problemen: "Mit Beginn der zweiten Hälfte kam es bei der APA zu einem Ausfall der Infrastruktur. An der Behebung wurde mit Hochdruck gearbeitet. Die enorme Menge an Anfragen machte eine Ad-hoc-Behebung entsprechend schwieriger", erklärte der ORF.
Ein schwacher Trost für die vielen Pendler, Arbeiter und Schüler, die das Match über ORF ON verfolgen wollten und dies aufgrund der Störung nicht konnten. Auch die "Heute"-Leser zeigten sich verärgert. Im Forum war unter anderem von einer "Frechheit", einem "Skandal" und einem "imageschädigenden Vorfall" die Rede.