In zwei Stunden und 41 Minuten setzte sich Belinda Bencic (WTA 13) in der zweiten Runde des WTA-1000-Turniers in Montreal gegen die US-amerikanische Qualifikantin Alycia Parks (WTA 47) durch.
Anstatt sich nach dem kräftezehrenden Marathon-Match schnellstmöglich der Regeneration zu widmen, musste das Schweizer Tennis-Ass aber mehr als eine Stunde bei der Anti-Doping-Kontrolle ausharren.
Die Kontrolle und ihre Umstände brachten Bencic so richtig auf die Palme. "Nun, ich habe gerade anderthalb Stunden in der Anti-Doping-Kontrolle verbracht, weil ich nach einem dreistündigen Spiel natürlich nicht pinkeln konnte", erklärte die 26-Jährige nach dem Spiel in einer Pressekonferenz.
Sie habe nach dem Match weder essen noch auf die Toilette gehen können. "Ich weiß nicht, was sie erwarten, und ich weiß nicht, warum ich in die Kontrolle muss, wenn ich gewonnen habe", nervt sich die Olympiasiegerin.
Sie habe die Verantwortlichen anflehen müssen, ihr wenigstens ein Eisbad und eine Dusche zu erlauben, damit sie sich nach der langen und anstrengenden Partie ein wenig erholen konnte.
"Das sind neue Regeln. Ich denke, das ist jetzt, wie ich mich regenerieren soll. Nicht ideal", fährt Bencic fort. Dies, obwohl solche Kontrollen zum normalen Prozedere bei Turnieren auf diesem Niveau zählen.