"Wir dürfen den Kopf noch nicht in den Sand stecken." Didi Kühbauer will von Aufgeben nichts wissen. Obwohl sein LASK das Play-off-Hinspiel bei Celtic Glasgow mit 0:3 verlor und vor dem Rückspiel ein kleines Fußball-Wunder benötigt, glaubt der Trainer weiter an den Aufstieg in die Champions League.
Besonders bitter für Kühbauer: Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf kaum wider. Die Linzer hielten im Celtic Park stark dagegen, kamen zu 19 Abschlüssen und jubelten zweimal über vermeintliche Treffer – beide wurden wegen Abseits aberkannt. Celtic zeigte sich vor dem Tor dagegen eiskalt.
"Das ist sehr hart. Wenn du da 0:3 verlierst und ein richtig gutes Spiel machst", ärgert sich Kühbauer. Einen entscheidenden Kritikpunkt hatte der 55-Jährige dennoch: "Das Einzige, was ich ihnen vorwerfen muss, ist, dass du aus diesen Chancen zwei oder drei Tore machen solltest."
Für den LASK ist die Ausgangslage vor dem Rückspiel denkbar schwierig. Drei Tore müssen die Linzer zumindest aufholen. Kühbauer glaubt trotzdem an seine Mannschaft. "Wir haben noch ein Heimspiel. Wir brauchen natürlich eine außergewöhnliche Leistung. Wenn wir effizienter sind, haben wir noch die Chance", stellt der LASK-Coach klar.
Auch Kapitän Sascha Horvath haderte mit den vergebenen Möglichkeiten. "Das ist enttäuschend. Es ist sehr bitter, weil du auch im Spiel das Gefühl hattest: Du hast acht Torschüsse im Sechzehner, da muss halt irgendwann einer rein." Celtic habe dagegen nur wenige Möglichkeiten benötigt und "alles ins Kreuzeck" geschossen.
Ähnlich kämpferisch wie sein Trainer gab sich Sam Adeniran. "Wenn man die Chancen nicht macht, wird man bestraft", analysierte der Stürmer. Abgeschrieben hat auch er den Traum von der Königsklasse noch nicht.
"Das Spiel ist noch nicht vorbei, wir haben noch das Rückspiel. Natürlich gibt es noch Hoffnung. Wenn Celtic drei schießen kann, können wir das auch." Am kommenden Mittwoch bekommt der LASK auf der Linzer Gugl seine zweite Chance. Dann müssen die vergebenen Möglichkeiten vom Hinspiel sitzen.