Kopfschuss Gerasdorf: Opferfamilie unter Polizeischutz

Mord Gerasdorf
Mord Gerasdorfpicturedesk.com
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag gaben Polizei und Staatsanwaltschaft  Details zum Mord in Gerasdorf bekannt.

Der Notruf ging am Samstag kurz nach 19 Uhr ein: Es wurden Schüsse und ein möglicher Mord gemeldet. Wega Wien und Linz, Cobra, zwei Polizeihubschrauber und Dutzende Streifenwagen rückten aus - eine Großfahndung folgte.

Tatwaffe fehlt

In Linz konnte dann der verdächtige Sar A. (47) festgenommen ("Heute" berichtete), zwei Schusswaffen wurden am Tatort in Gerasdorf sichergestellt, nicht jedoch die Tatwaffe. Die Tatwaffe fehlt nach wie vor. Die Polizei betonte bei der Pressekonferenz das große nationale bzw. internationale Interesse ab der Causa. Im Vorhinein bat die Exekutive um Verständnis, dass Details über die Vorstrafen der beiden Verdächtigen nicht bekannt gegeben werden.

Das Mordopfer ist laut Polizeisprecher Johann Baumschlager seit 2007 als Asylwerber in Österreich, produzierte viele Kritikvideos am Regime von Kadyrow. Anzor A. alias Martin B. (47) wurde immer wieder bedroht, lehnte aber Personenschutz ab. Die Polizei hält einen Auftragsmord oder einen Streit zwischen Opfer und Killer für möglich, will sich nicht festlegen.

Personenschutz für Familie

Die beiden Verdächtigen sind Asylberechtigte, deren Status nun aber aberkannt werden soll (Beschwerde läuft, Grund ist nicht bekannt).

Laut Staatsanwältin Gudrun Bischof starb das Opfer an einem Kopfschuss. Ein Schussgutachten wurde in Auftrag gegeben, um den Ablauf genau rekonstruieren zu können. Die Familie des Opfers steht nun unter Polizeischutz. Mehr Details wollten die Behörden nicht bekannt geben.

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