Kopftuch: Strache postet Wut-Video gegen VdB

Die Aussagen des Bundespräsidenten über Islamophobie haben FPÖ-Wähler zur Weißglut gebracht. FP-Chef Strache schürt das Feuer nochmal kräftig nach.
In einem Facebook-Video schimpfte Heinz-Christian Strache am Freitag Vormittag erst gegen Erdogan-Fans und türkisch-österreichische Doppelstaatsbürger. Es gebe eine "türkische Parallelgesellschaft", die zu einer Gefahr für Österreich werde, so die These des Freiheitlichen. Dann forderte er ein "konsequentes Kopftuchtrageverbot" in öffentlichen Einrichtungen, denn alles andere sei "eine Farce".

Schließlich blies der FP-Chef zum Angriff auf das Staatsoberhaupt: Präsident Alexander Van der Bellen sei nach seinen Aussagen zum Kopftuch eigentlich rücktrittsreif. "Nur der Respekt vor dem Amt und der direkt demokratischen Entscheidung der Österreicher" halte ihn von dahingehenden Forderungen ab. Van der Bellen müsse sich aber jedenfalls "umgehend für seine Aussagen entschuldigen", so der Freiheitliche.

Wirbel um Kopftuch-Sager

Hintergrund: Bei einem Event im März hatte Van der Bellen gesagt, aufgrund zunehmender Islamophobie werde noch der Tag kommen, "wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen, alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun". Neben dem Kopftuch-Sager unterstellt die FPÖ dem Ex-Grünen-Chef außerdem Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Drohungen gegen FP nach Video

Unterdessen hat auch ein Clip der FPÖ Niederösterreich für heftige Reaktionen gesorgt. Das Team der Landesgeschäftsstelle parodierte den Bundespräsidenten mit Kopftuch und Zigarette. Prompt hagelte es Drohungen. (pic)

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