Bei der aktuellen Hitze denken wohl die wenigsten ans Heizen. Doch spätestens mit den ersten kalten Tagen wird das Thema für Tausende Linzer wieder brisant – und dann müssen sie für ihre Fernwärme tiefer in die Tasche greifen.
Mit 1. August erhöht die Linz AG den Fernwärmetarif nämlich um sechs Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 70 Quadratmetern Wohnfläche bedeutet das laut Unternehmen Mehrkosten von knapp sechs Euro pro Monat.
Als Grund nennt der Energieversorger die angespannte allgemeine Kostenlage: "Vor allem die Erzeugungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen", heißt es. Der Marktpreis für Erdgas sei um 40 Prozent, jener für Pellets um 30 Prozent nach oben geklettert.
Trotz des Aufschlags betont die Linz AG, weiterhin das günstigste Fernwärmeangebot unter Österreichs Landeshauptstädten zu bieten. Daran ändere "auch die Erhöhung um sechs Prozent" nichts. Der neue Tarif wurde amtlich festgelegt.
Um Preise und Versorgung langfristig abzusichern, steckt das Unternehmen derzeit viel Geld in den Umbau der Fernwärmeerzeugung. Ein bereits im Bau befindlicher Wärmewandler soll den Anteil klimaneutraler Energiequellen von derzeit rund 40 auf 60 Prozent steigern. Weitere Projekte seien bereits in Planung.