Starker Schneefall und Wind wirbeln den Zeitplan durcheinander. Statt zwei Trainingsdurchgängen geht sich am Donnerstag nur einer aus. Doch der sorgt gleich für einen Schreckmoment.
Kraft setzt bei seinem Versuch schon nach 162,5 Metern auf – ungewöhnlich kurz für die Flugschanze mit Hillsize 240. Der Grund: eine kleine Lawine neben der Spur.
"Die Bundesheerler, die schauen, dass kein Schnee in die Spur kommt, haben seitlich eine kleine Lawine ausgelöst", erklärt Kraft. Der Salzburger beobachtet noch, wie sich eine Schneekugel Richtung Spur bewegt. "Ich dachte mir, die wird schon aus der Spur bleiben." Doch genau das passiert nicht.
Rund 10 bis 15 Meter vor dem Absprung fährt Kraft mit dem rechten Ski über den Schneehaufen. Der Rhythmus ist weg, es wird brenzlig. Sein Gedanke in diesem Moment: "Boah, hoffentlich schmeißt es mich nicht schon, bevor ich wegspringe."
Kraft bleibt stabil, kommt ohne Sturz durch.