Kraft weg – nach Happy End starb ausgesetzte "Sissy"

"Sissy", wie sie Ende November in Linz-Kleinmünchen gefunden worden war und kurz nach ihrer lebenswichtigen OP
"Sissy", wie sie Ende November in Linz-Kleinmünchen gefunden worden war und kurz nach ihrer lebenswichtigen OPTierrettung OÖ
Das Schicksal der schwer kranken "Sissy" bewegte ganz Oberösterreich. Nun die traurige Nachricht: die Chihuahua-Hündin ist tot.

Bereits Ende November berichteten wir von der kleinen Hündin. "Sissy", wie sie von ihren Rettern getauft wurde, war damals völlig verwahrlost in Linz-Kleinmünchen gefunden worden. Eine Passantin meldete ihren Fund der Tierrettung OÖ. Die Helfer fanden "Sissy" in einem Gebüsch, ängstlich zu einem Bündel eingerollt. Der Mini-Hund war in einem schlechten Zustand:

"Als wir ihn so zusammengekauert sahen und wir uns ihm näherten, stockte selbst uns der Atem. Der Gestank war erbärmlich", erzählten die Tierretter damals. Kein Wunder, am Bauch klaffte eine große Wunde. Noch am selben Tag musste "Sissy" operiert werden. Bei der lebenswichtigen OP in der Tierklinik in Sattledt wurde ihr schließlich Gewebe eines Tumors entfernt. 

Im Dezember noch Happ-End mit neuem Daheim

Danach schien es der zirka 13 bis 15 Jahre alten Hündin besser zu gehen, sie erholte sich den Umständen entsprechend gut. Bei der Polizei wurde Anzeige wegen schwerer Tiermisshandlung erstattet und bereits wenige Tage nachdem das Schicksal von "Sissy" bekannt geworden war, konnten auch ihre Besitzer ausgeforscht werden. Dabei wurde auch eine zweite Hündin - "Puppy" - die jüngere Schwester von "Sissy" gefunden. Auch sie wurde in Obhut der Tierfreunde genommen. Wir berichteten

Kurz vor Weihnachten, dann das Happy End für die beiden Vierbeiner. Ein Paar aus Linz nahm die zwei zu sich, gab ihnen ein liebevolles zu Hause. Im Jänner erhielt "Sissy" noch eine Zahn-OP - alles schien so weit perfekt, bis bei einem Kontrolltermin Anfang dieser Woche erneut Metastasen festgestellt wurden. Der Tumor hatte wieder gestreut, sich im ganzen Körper der zarten Hündin ausgebreitet.

"Sie hatte gemerkt, dass es mit ihr zu Ende geht".

"Eine weitere OP, eine weitere Narkose, das wäre für sie zu viel gewesen. Sie hatte gemerkt, dass es mit ihr zu Ende geht. Zuletzt hat sie gefühlt 23 Stunden am Stück geschlafen, wurde nur zum Gassi gehen geweckt. Auch berühren wollte sie sich nicht mehr lassen", erzählt Daniela Bachmaier (41) von der Tierrettung OÖ gegenüber "Heute".  Und fügt an: "So weh es auch tut, wir mussten sie gehen lassen."

Freitag wurde die Chihuahua-Hündin eingeschläfert. Ihre neuen Besitzer konnten sich von ihr noch verabschieden, kümmern sich weiterhin liebevoll um "Puppy" - "ihr geht es gut". 

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