Krankenschwester seit sechs Jahren in IS-Gewalt

Die Krankenschwester Louisa Akavi (62) aus Neuseeland wurde am 13. Oktober 2013 in Syrien entführt. Erst jetzt wird der Fall öffentlich bekannt.
Die Krankenschwester Louisa Akavi (62) aus Neuseeland wurde am 13. Oktober 2013 in Syrien entführt. Erst jetzt wird der Fall öffentlich bekannt.Bild: picturedesk.com
Das Internationale Rote Kreuz meldet den längsten Entführungsfall seiner Geschichte. Noch nie war eine Krankenschwester der Organisation so lange verschwunden.
Bis jetzt wusste die Öffentlichkeit gar nicht, dass die neuseeländische Krankenschwester Louisa Akavi entführt worden ist. Und das, obwohl sie bereits seit 13. Oktober 2013 verschleppt wurde.

Das Rote Kreuz hat den Fall bis jetzt unter Verschluss gehalten - aus guten Gründen. Man wollte das Leben der 62-Jährigen schützen. Sie wurde in Syrien gemeinsam mit zwei Fahrern der Organisation verschleppt.

Vermutet wird, dass sie von der Terrormiliz IS gefangen gehalten wird. "Nachdem der IS seine letzten Gebiete verloren hat, waren wir der Meinung, dass es jetzt an der Zeit ist, sich zu äußern", erklärt Dominik Stillhart, Einsatzleiter beim Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) den Sinneswandel.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Drei Mitarbeiter entführt

"Heute bitten wir öffentlich um Informationen über drei unserer Mitarbeiter, die 2013 in Syrien entführt wurden", teilte man am Sonntag in Genf mit. Es handelt sich um den längsten Entführungsfall in der 156-jährigen Geschichte der Organisation.



Neben der Krankenschwester Louisa Akavi werden auch die beiden syrischen Fahrer Alaa Rajab und Nabil Bakdounes vermisst.

Seit den 1980er-Jahren arbeitete die Krankenschwester für das IKRK. Als sie entführt wurde, war sie gerade dabei, Nachschub an medizinische Einrichtungen in Idlib zu liefern. Insgesamt wurden sieben Menschen entführt, vier von ihnen seien rasch wieder freigelassen worden, heißt es.

Hoffnung ist da

Man habe bisher auf der Grundlage gearbeitet, dass die drei Entführten noch am Leben sind. "Und diese Hoffnung besteht immer noch", sagte Neuseelands Außenminister Winston Peters. (csc)

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