Krankentransporte: Neue Nummer gegen Wartezeit

Langes Warten auf Krankentransporte soll bald der Vergangenheit angehören.
Langes Warten auf Krankentransporte soll bald der Vergangenheit angehören.Bild: iStock/Symbolbild

Oft stundenlang müssen Patienten auf Krankentransporte warten, verpassen dadurch sogar wichtige Termine. Eine zentrale Anlaufstelle unter einer Rufnummer soll das bald ändern.

"Die Stadt Wien wird eine zentrale Telefonnummer einrichten, dort sollen alle Anbieterorganisationen eingebunden werden. Und es soll für den Patienten und die Patientin so sein, dass man dort anruft und es wird dann sinnvollerweise jener Wagen geschickt, der am schnellsten verfügbar ist", so Patientenanwältin Sigrid Pilz zu "Wien heute". Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und den Krankentransport-Anbietern würde geschlossen. Kommenden Jänner werde dann die genaue Telefonnummer festgelegt – und auch, ab wann sie aktiv ist.

Wie berichtet, sorgt das im April in Kraft getretene neue Rettungs- und Krankentransportgesetz für Probleme. Grund: Das Gesetz legt fest, dass Patienten, die liegend oder in Tragesessel transportiert werden, nur noch von Rettungsorganisationen mit Sanitätern befördert werden dürfen. Früher durften auch private Anbieter ohne medizinisches Personal diese Fahrten durchführen.

Bis zu fünf Stunden warten auf Transport

Anfang Dezember wurde bei einem runden Tisch eine Erhebung zu den Wartezeiten präsentiert. Dem zufolge kam es in den Wiener Pensionistenwohnhäusern zu Wartezeiten von bis zu fünf Stunden. Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Krankentransport würde bis zu drei Stunden betragen, sagte Pilz damals.

Im November beklagte Sasa B. gegenüber "Heute", dass der Krankentransport der Johanniter seinen Vater bereits zwei Mal zu spät zur Dialyse brachte: "Mein Vater hat dadurch rund 30 Minuten seiner Behandlungszeit verpasst", ärgerte sich der Wiener.

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