Fussball

Krankl: "Das werde ich Messi nie verzeihen"

Hans Krankl freut sich mit Lionel Messi über den WM-Titel. Eine Sache hat der "Goleador" dem Argentinier aber nicht verziehen.

Erich Elsigan
Hans Krankl nimmt Lionel Messi eine Sache übel.
Hans Krankl nimmt Lionel Messi eine Sache übel.
GEPA

Dass Hans Krankl ein großer Bewunderer von Lionel Messi ist, ist kein Geheimnis. Entsprechend groß war beim "Goleador" die Freude über den WM-Titel der Argentinier.

"Drei Wörter: Wir sind Weltmeister. Mein Leo hat es geschafft. Ich habe es ihm gewünscht, am Abschied seiner Karriere mit dem großen Diego gleichzuziehen oder ihn sogar zu überflügeln", jubelte Krankl im Sky-Podcast "Der Audiobeweis".

Noch vor dem Endspiel zeichnete der 69-Jährige einen anderen Podcast auf, war bei den Moderatoren Elisabeth Gamauf und Thomas Trukesitz in der "Zweierkette" zu Gast. Auch dort ging es unter anderem um Messi.

Krankl überraschte mit einer Aussage: "Ich werde Messi nie verzeihen, dass er Barcelona verlassen hat. Weil ich glaube, dass er sich auch nicht wohl fühlt in Paris."

Der ehemalige ÖFB-Teamchef stürmte in seiner aktiven Zeit selbst bei den Katalanen, wurde 1979 Europacup-Sieger, schoss 45 Tore in 61 Partien.

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    Argentinien gegen Frankreich - das WM-Finale in Bildern.
    Argentinien gegen Frankreich - das WM-Finale in Bildern.
    REUTERS

    Krankl berichtet, Messi persönlich nicht zu kennen. "Ich habe ihn nur ein Mal getroffen, da war er 20 Jahre jung. Ich war damals mit 'Sky' in Barcelona. Ich ging in die Kabine, Cruyff und Neeskens waren damals Trainer. Da kam Messi und sie haben uns einander vorgestellt. Sie haben gesagt: Schau, das ist der Hans Krankl, der war vor 35 Jahren Torschützenkönig, das ist Leo Messi, das wird der neue Star. Er konnte mit mir nichts anfangen, eh klar. Es wird ihn nicht wirklich interessiert haben."

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      Lionel Messi kuschelt mit dem WM-Pokal.
      Lionel Messi kuschelt mit dem WM-Pokal.
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      Heute stürmen weder Krankl, noch Messi in Barcelona - sondern Robert Lewandowski. "Ich war immer der Torjäger, der Mittelstürmer. Heute ist es der Lewandowski. Da gibt es keinen Unterschied. Der Lewandowski ist ein Mittelstürmer wie ich einer war", sagt Krankl.

      Krankl verteidigt Ronaldo

      Trotz seiner Messi-Liebe ergreift der "Goleador" auch für Cristiano Ronaldo Partei. "Ich werde immer für Messi sein, aber was sie jetzt mit Ronaldo aufführen, ist die größte Gemeinheit, die ich je gesehen hab", poltert Krankl über den Umgang mit "CR7". "Die sind ihm jahrelang in den Arsch gekrochen. Er hat für sein Land Tore geschossen, so wie Messi. Er ist ein sozialer Mensch. Es ist eine Frechheit. Der einzige, der ihn kritisieren darf, ist Teamchef Santos – alle anderen müssen still sein. Respekt, was er für den Fußball geleistet hat."

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