Kratky ist die Stimme von neuer Lehrlingskampagne

Der Radiomacher arbeitet mit der Wirtschaftskammer zusammen, um die Reputation der Lehre aufzupolieren.

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer will 2020 zum "Jahr der Lehre" machen, erklärte er am Mittwoch vor Journalisten. Anlass war die Präsentation einer neuen Lehrlingsinitiative.

"Wer die Lehre stärken will, muss neue Wege gehen. Deshalb starten wir 2020 mit einer Lehrlingsinitiative, die so unkonventionell und innovativ wie Österreichs Jugend und so direkt wie Robert Kratky sein wird", so Mahrer.

Kratky? Ja, Radiomoderator Robert Kratky wird der Kampagne sein Gesicht und vor allem seine Stimme leihen, wie bereits im Auftakt-Spot zu sehen und zu hören ist. Da sitzt er in einem Studio und macht per Guerrilla-Übertragung Werbung für die Lehrausbildung.

Kratky fordert Respekt

"Es ist an der Zeit zu zeigen, dass es nicht nur einen Weg zum Erfolg gibt, sondern unendlich viele", sagt Kratky zur Kampagne. "In allen Sparten, in allen Berufen. Wir sollten Lehrberufen wieder den Respekt entgegenbringen, den sie mehr als verdient haben." Mehr dazu erzählt er auch im "Heute"-Interview im Anschluss.

Die WKO will das Lehrlingsthema zentral platzieren und plant laufend neue Videos mit Kratky. Sie sollen Alltag, Herausforderungen und Leistungen heimischer Lehrlinge zeigen. Budget und Laufzeit sind bei Erfolg nach oben hin offen. "Wir können auch Ressourcen intern umschichten", so Mahrer.

Plus an Lehrlingen

Mahrer stellte im selben Atemzug auch die Lehrlingsstatistik 2019 vor. Die Zahl der Lehrlinge in Ausbildungsbetrieben ist mit 101.689 gegenüber 2018 um 2,1 Prozent gestiegen. Um 10,6 Prozent gesunken hingegen ist die Lehrlingszahl in der überbetrieblichen Lehrausbildung. Mahrer: "Mehr Lehrlinge in den Ausbildungsbetrieben und weniger in der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung sind gute Nachrichten. Denn das bedeutet, dass die Lehrlinge wieder stärker direkt in den Betrieben ausgebildet werden".

Insgesamt gab es im Vorjahr 109.111 Lehrlinge, das ist ein Anstieg um 1,1 Prozent gegenüber 2018. Den größten Zuwachs nach Sparten gab es bei Bank und Versicherung (+8,3 Prozent), Information und Consulting (+7,5 Prozent) sowie Industrie (+4,4 Prozent).

Bei den Bundesländern wies Niederösterreich mit plus 4,1 Prozent vor dem Burgenland (+2,3 Prozent) und Wien (+1,5 Prozent) das größte Wachstum auf.

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsWirtschaftskammerWirtschaftskammer

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