Mit Zuversicht hat DFB-Verbandspräsident Bernd Neuendorf die Gremien des Deutschen Fußball-Bundes über den Fortschritt der Bemühungen um den Wunsch-Teamchef Jürgen Klopp informiert. Der 14-köpfige Aufsichtsrat der DFB GmbH & Co. KG und die vierköpfige Gesellschafterversammlung, zu der auch Neuendorf selbst gehört, hatten am Mittwochabend eine Sitzung.
Laut "Bild" wurde dabei der unbedingte Wille zur Einigung mit Klopp bekräftigt, ein Vertrag bis zur WM 2030 sei "vorverhandelt". Zudem ging es um Klopps Werbeverträge und die Kompensation für dessen bisherigen Arbeitgeber Red Bull, die auch "kreative Lösungen" umfassen könnte. Klopp steht eigentlich noch bis 2029 beim Energydrink-Giganten als "Head of Global Soccer" unter Vertrag. Über die Modalitäten eines Red-Bull-Abschieds gab es zuletzt Spekulationen. Im Raum stand etwa, dass der Kult-Trainer Werbebotschafter des Konzerns oder in einer Beraterrolle tätig bleiben könnte.
Innerhalb von zehn Tagen wolle der DFB jedenfalls Klarheit schaffen.
Der DFB und Klopp (59) sind sich "in wesentlichen Eckpunkten eines potenziellen Vertrags" einig, das war bereits offiziell bekannt gegeben worden. Am Dienstag gab es ein Treffen von Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Vertretern von Red Bull, um Hindernisse auszuräumen. Offensichtlich kamen die beiden Seiten einem Durchbruch nahe: "Wir sind auf der Zielgeraden", sagte ein DFB-Funktionär dem "SID".
Offen ist, zu welchen Konditionen Klopps Vertrag als Fußballchef des Energydrink-Konzerns aufgelöst werden kann. Erst danach ist eine Unterschrift beim DFB möglich.
Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll Ende der Woche in die USA reisen, wo Klopp bis zum WM-Abschluss als Experte für MagentaTV im Einsatz ist. Zugleich, berichtete "Bild", wolle der DFB sich am Wochenende erneut mit Klopps Berater Marc Kosicke treffen.
Klopp würde sein Debüt am 24. September in der Nations League gegen die Niederlande geben.