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Krebs-Implantate kommen vor den EuGH

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:03

400.000 bis 500.000 Frauen ließen sich vom französischen Hersteller PIP Brustimplantate einsetzen. Dann stellte sich heraus, dass die Firma billiges Industriesilikon statt hochwertigen Materialien benützte. Nun landet ein Schadenersatzstreit vor dem Europäischen Gerichtshof. Ein Deutsche will 40.000 Euro vom TÜV zurück.

Der "Technische Überwachungsverein", kurz TÜV, hätte das inzwischen Pleite gegangene Unternehmen PIP nicht gut genug geprüft, meinte ein 65-jährige Deutsche. Sie will deshalb 40.000 Euro Schmerzensgeld, wie die "Tagesschau" berichtet.

Elisabeth Schmitt aus Ludwigshafen bekam ihre Implantate 2008. 2012 ließ sie sie auf Rat ihres Arztes wieder entfernen. Nun will sie dafür entschädigt werden.

Geld ist nämlich bisher an die wenigsten der halben Million Opfer geflossen. In Deutschland schauen die Opfer bisher durch die Finger. Dort hat ein Gericht entschieden, der Arzt könne nichts für die Billig-Implantate. Anders sieht die Lage in Spanien aus. Dort wurde beretis 2012 eine Klinik und ein Arzt zur Kasse gebeten.

In Österreich vertritt der VKI (Verein für Konsumenteninformation) 73 betroffene Frauen. Nachdem wurden, kann nun bis zu 3.000 Euro Entschädigung verlangt werden.

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