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Krebs in Ö: Mangel an Behandlungskapazität

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:15

Bestrahlungen gelten neben chirurgischen Eingriffen als zweitwichtigste, heilende Methode in der modernen Krebstherapie. Allerdings ist es in Österreich nicht gegeben, dass Leute, die an Krebs leiden auch wirklich eine zeitgerechte, dem westeuropäischen Standard entsprechende strahlentherapeutische Versorgung erhalten können.

Eine aktuelle Studie zeigte, dass Österreich im europäischen Vergleich ein Mangel an Behandlungskapazitäten von rund 20 Prozent aufweist.

Denn: Wegens mangelnder Infrastruktur können Patienten nicht gemäß behandelt werden - und so könnte es sein, dass Österreich im Begriff steht, die teuer und aufwendig erzielten Erfolge der Krebsfrüherkennung zu verspielen.

Die Gerätekosten einer Strahlentherapie sind mit 500 Euro pro Patient verschwindend gering, gleichzeitig sind die Heilungschancen sehr hoch. Strahlentherapie ist daher auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Den Spitalserhaltern kommt sie allerdings teuer, daher haben sie aus betriebswirtschaftlichen Gründen kein Interesse daran, die Hochvoltgeräte und Infrastruktur auszubauen", so ein Experte.

Die Folge: Wochenlanges Wartezeiten, was für Krebskranke unter Umständen lebensgefährlich sein könne.

Deshalb wäre es wichtig einen bundesweit wissenschaftlich untermauerten Versorgungsplan mit verbindlichen Qualitätskriterien zu schaffen.

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