Bereits seit über vier Jahren tobt der Krieg in der Ukraine. Während Kiew immer mehr auf Attacken gegen Russlands Infrastruktur setzt, erhöhte Moskau zuletzt seine Raketenangriffe. Nun wurde abermals ein Versuch gestartet, zu einem Frieden zu gelangen.
Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe man gemeinsam mit Vertretern der USA und Europa ein Thesenpapier ausgearbeitet und es dem Kreml übermittelt. Dieses sieht einen Waffenstillstand und eine Freihandelszone im ostukrainischen Donbass vor, berichtet die "Krone".
Zudem nannte Selenskyj ein Zeitfenster für das Ende des Krieges. Dieses würde sich seiner Ansicht nach bis zum Spätsommer 2027 erstrecken. Als Grund dafür nannte er den Umstand, dass dann bereits die Präsidentschaftswahl in den USA im Fokus stehen werde. Zeitnah dürfte es jedoch zu keiner Lösung kommen.
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte den Vorschlag einer Freihandelszone nämlich bereits zurückgewiesen. Diese soll von einer dritten Seite verwaltet werden, was für Moskau nicht infrage komme. Laut Peskow gehöre der Donbass zu Russland. Keine dritte Seite könne russisches Gebiet verwalten. Auch eine mögliche NATO-Stationierung in der Ukraine sei abzulehnen.
Bereits in der Vergangenheit hatte Moskau stets auf seinen Maximalforderungen beharrt. Kiew hatte Gebietsabtretungen abgelehnt. Somit scheiterten die damaligen Friedensbemühungen der USA, die sich aktuell jedoch mit ihrem eigenen Krieg im Iran beschäftigen. Zuletzt adelte US-Präsident Donald Trump anlässlich des 35. Jahrestags der Ukraine die Widerstandsfähigkeit des Landes.
Trump appellierte daran einen "dauerhaften, langlebigen Frieden aufzubauen", um "das enorme Potenzial der Ukraine für kommende Generationen" zu entfesseln. Diese Worte kamen bei Selenskyj gut an. Sie seien "ähnlich wie der Klang eines Starts des Patriot PAC-3", so der ukrainische Präsident. Damit forderte er wohl indirekt Abfangraketen, um die ukrainische Bevölkerung vor russischen Raketenangriffen schützen zu können.