Kriegsspiele: Kickl lässt alle ATIB-Vereine prüfen

In der von ATIB betriebenen Moschee in der Brigittenauer Dammstraße mussten Kinder in Militäruniformen und mit türkischen Flaggen exerzieren. Kleine Mädchen mussten dabei Kopftuch tragen.
In der von ATIB betriebenen Moschee in der Brigittenauer Dammstraße mussten Kinder in Militäruniformen und mit türkischen Flaggen exerzieren. Kleine Mädchen mussten dabei Kopftuch tragen.Bild: Screenshot Facebook
Nach den "Kriegsinszenierungen" in einer Wiener Moschee hat der Innenminister nun eine Prüfung aller ATIB-Vereine angeordnet.

Die Anordnung des Innenministeriums wurde am Dienstag an alle Vereinsbehörden verschickt. Minister Herbert Kickl (FPÖ) veranlasst darin, dass bundesweit sämtliche ATIB-nahe Vereine geprüft werden müssen.

Dabei sollen die zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Landespolizeidirektionen melden, ob es vereinsrechtliche Anzeigen gegen die Vereine gegeben hat und wie da die Lage ist. Die Konsequenz lautet Auflösung.

"Kriegsspiele" als Auslöser

Als Auslöser dieser Anordnung nennt ein Sprecher des Innenministeriums die jüngsten Vorfälle in einer Moschee in Wien-Brigittenau ("heute.at" berichtete hier). Kinder stellten dabei Kriegsszenen nach, trugen Uniformen, Kopftuch und Türkei-Flaggen. Das Kultusamt ermittelt in der Causa, kommende Woche soll es Einvernahmen geben. Der zuständige Minister, Gernot Blümel (ÖVP), hat ebenfalls angekündigt, weitere ATIB-Einrichtungen überprüfen zu lassen.

Der Dachverband, der für die betroffene Moschee zuständig ist, steht seitdem wegen dem Verdacht eines türkischen Nationalismus in der Kritik. ATIB (Verein Türkisch-Islamische Union für kulturelle Zusammenarbeit in Österreich) vertritt über 60 Vereine in ganz Österreich.

(red)

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