Ukraine-Krieg

Kriegstreiber Putin zittert jetzt vor mutigen Frauen

Eine Gruppe Ehefrauen von für den Ukraine-Krieg mobilisierten Russen legt sich nun mit dem russischen Kriegstreiber Wladimir Putin an.

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Kriegstreiber Putin zittert jetzt vor mutigen Frauen
Kremlchef Wladimir Putin kommt die Kritik von vielen Russinnen äußerst ungelegen.
REUTERS

Eine Gruppe Ehefrauen von für den Ukraine-Krieg mobilisierten Russen hat einen mit scharfer Kritik an Kremlchef Wladimir Putin gespickten Aufruf zur Rückholung ihrer Männer gestartet. "Wir räumen das Feld erst, wenn unsere Männer zu Hause in Sicherheit sind (FÜR IMMER, eine Rotation interessiert uns nicht)", heißt es in dem am Montag auf dem Telegram-Kanal "Putj domoi" ("Weg nach Hause") veröffentlichten Schreiben. Kritisiert wird darin unter anderem, dass Probleme an der Front unter den Teppich gekehrt würden, um die Wiederwahl Putins im kommenden Jahr nicht zu gefährden.

    Die Tochter des russischen Präsidenten soll sich regelmäßig in dieser Kitzbüheler Villa aufhalten.
    Die Tochter des russischen Präsidenten soll sich regelmäßig in dieser Kitzbüheler Villa aufhalten.
    Maria Retter / DerStandard

    Es gibt derzeit keine Angaben dazu, wie viele Ehefrauen von Mobilisierten sich an den Protestaktionen beteiligen oder mit ihnen sympathisieren. "Wir erinnern uns, dass der Präsident versprochen hat, dass Reservisten nicht eingezogen werden, dass die Aufgaben der militärischen Spezialoperation von professionellen Freiwilligen erfüllt werden", schrieben die Autorinnen. Stattdessen seien ihre Männer nun seit 15 Monaten im Einsatz, viele seien bereits gefallen. "Die Mobilmachung hat sich als schrecklicher Fehler erwiesen." Vor einer weiteren Teilmobilmachung 2024 sei niemand gefeit, warnten sie.

    Kiew warnt vor Russlands Angriffen im Winter

    Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski indes erwartet noch eine weitere Eskalation Putins und hat seine Landsleute vor mehr russischen Luftangriffen im Winter gewarnt und ihnen zugleich besseren Schutz zugesichert. Wie im Vorjahr müsse sich die Ukraine gegen verstärkte Attacken auf ihre Infrastruktur wappnen, sagte er am Sonntag in seiner Abendansprache. "Russland bereitet sich auf den Winter vor", warnte Selenski weiter. Die Ukraine müsse darauf vorbereitet sein, dass die Zahl der Drohnen- und Raketenangriffe auf die Infrastruktur zunehmen könnte.

    Zur kritischen Infrastruktur gehören etwa Heizkraftwerke und die Stromversorgung, deren Ausfall insbesondere während der kalten Monate weitreichende Folgen haben kann. Zugleich versprach Selenski besseren Schutz vor russischen Angriffen als im vergangenen Winter. Zusammen mit einer Vielzahl westlicher Länder arbeite man daran, die seither schon verstärkte ukrainische Luftabwehr täglich zu verbessern. Einen vollständigen Schutz des gesamten Territoriums könne man aber noch nicht gewährleisten.

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