Krim ist "in 3 Wochen Teil Russlands"

Eine Woche vor dem Krim-Referendum hat die neue politische Führung der Halbinsel einen raschen Beitritt zur Russischen Föderation angekündigt. "Der Übergangsprozess in eine neue Rechtsprechung ist kompliziert. Aber wir gehen davon aus, dass alles noch im März gelingt", so der Vorsitzende des prorussischen Regionalparlaments, Wladimir Konstantinow.

Eine Woche vor dem Krim-Referendum hat die neue politische Führung der Halbinsel einen raschen Beitritt zur Russischen Föderation angekündigt. "Der Übergangsprozess in eine neue Rechtsprechung ist kompliziert. Aber wir gehen davon aus, dass alles noch im März gelingt", so der Vorsitzende des prorussischen Regionalparlaments, Wladimir Konstantinow.

Konstantinow versprach den Lehrern, Ärzten, Soldaten, Polizisten und anderen Beamten auf der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Krim, dass sich ihre Einkommen in Zukunft im Schnitt vervierfachen werden. Bei dem Referendum am 16. März sollen die Bewohner der Halbinsel entscheiden, ob sich die Krim der Russischen Föderation anschließt.

"Keinen Zentimeter aufgeben"

Die ukrainische Regierung denkt nicht daran, die Krim herzugeben. "Wir werden keinen Zentimeter aufgeben", so der neue Premier Arseni Jazenjuk. Er bezeichnet die Volksabstimmung als illegal und hat den moskautreuen Krim-Führern mittlerweile den Geldhahn zugedreht. Wegen der Sperre der Bankkonten hat sich das Autonome Gebiet bereits an Moskau gewandt, um bei russischen Banken Konten zu eröffnen. Die Halbinsel will nach dem Anschluss sowieso die russische Währung Rubel einführen.

Die Partei Udar (Schlag) von Ex-Box-Champion Vitali Klitschko fordert die Schließung der ukrainischen Grenze mit Russland plus eine Sperrung des Luftraums der Ex-Sowjetrepublik. Damit wollen die Politiker verhindern, dass "Provokateure" aus Russland ihre "Aggression" fortsetzen könnten.

Russland heißt die Krim willkommen

Russland hat bereits zugesagt, bei einem positiven Ausgang der Volksbefragung die Schwarzmeer-Halbinsel eingliedern zu wollen. Nicht nur die Ukraine findet das Referendum auf der Krim illegal, auch die EU und die USA sind dieser Meinung. Die USA studieren seit Jahren mit Hilfe von Experten um teures Geld die . Ob es etwas gebracht hat, ist ungewiss.

Russen übernahmen Grenzposten

Russische Truppen haben unterdessen einen weiteren Posten der Grenztruppen auf der Krim übernommen. In dem Stützpunkt im Westen der Halbinsel sitzen rund 30 ukrainische Soldaten fest, die Übernahme ist gewaltlos verlaufen. Erst am Samstag hatten russische Soldaten einen Außenposten im Osten übernommen und die dortigen Soldaten vertrieben. Demnach sollen sie nun insgesamt elf Grenzposten kontrollieren.

Zusammenstöße bei Demo

In Sewastopol auf der Krim ist es am Sonntag zu Zusammenstößen zwischen Anhängern Moskaus und Unterstützern der neuen Regierung in Kiew gekommen. Rund hundert Menschen attackierten mit Knüppeln mehrere Ordnungskräfte, die eine Kundgebung zum 200. Jahrestag des Geburtstags des ukrainischen Nationalhelden Taras Schewtschenko beschützten. Einige Angreifer waren vermummt und trugen schusssichere Westen. Die 200 Demonstranten schwenkten ukrainische Fahnen, sangen die Nationalhymne und kritisierten die "russische Besetzung" der Krim.

Kurz fährt nach Kiew

Österreichs nach Kiew gereist. Bei seinem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt trifft er unter anderem die neue Staats- und Regierungsspitze sowie Kirchenvertreter. Außerdem ist ein Besuch auf dem Maidan geplant, dem Unabhängigkeitsplatz, wo die Anti-Regierungs-Demonstrationen ihr Zentrum hatten.

Chodorkowski am Maidan

Der Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski war bereits auf dem Maidan und hat damit seine Unterstützung für die neue prowestliche Führung der Ukraine deutlich gemacht. Auch nach dem Machtwechsel harren immer noch zahlreiche Demonstranten in Zelten aus.

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