Zahl der Vergewaltigungen steigt um 40 Prozent

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Die Zahl der angezeigten Straftaten ist im ersten Halbjahr um 10% gesunken. Gestiegen sind die Anzeigen nach Vergewaltigungen.

Von Jänner bis Juni gab es in Österreich 228.887 Straftaten. Das sind um 25.356 weniger als im gleichen Zeitraum 2017 und der niedrigste Anzeigenwert der vergangenen zehn Halbjahre. Den prozentuell größten Rückgang gab es im Burgenland mit 15,3 %. Gleich dahinter: Wien mit 14,7 %.

Mehr angezeigte Vergewaltigungen

Bei der Zahl der Anzeigen wegen Vergewaltigung gibt es entgegen der Gesamtstatistik einen starken Anstieg. Würden im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch 261 Vergewaltigungen angezeigt, sind es im 1. Halbjahr 2018 bereits 374, etwa 40 Prozent mehr.

Bei den Opfern steigt vor allem die Zahl der Frauen aus Afghanistan. Anhand der Statistik lässt sich nicht sagen, ob es tatsächlich mehr solcher Taten gibt oder ob Frauen eher bereit sind, zur Polizei zu gehen.

Aufklärungsrate ist leicht gesunken

Aufgeklärt werden konnten 111.800 Fälle. Das sind 11,6 % weniger als im ersten Halbjahr 2017. Die Aufklärungsquote lag mit 48,8 % leicht unter dem Vorjahresniveau. In keinem einzigen Bundesland gab es eine Verbesserung. In Wien sank sie um 2,1 Prozentpunkte auf 40 %. Von 82.573 Fällen wurden also 33.034 gelöst. Die Quote in Niederösterreich liegt bei 50,8 %, in Oberösterreich bei 58 %. Spitzenreiter ist Vorarlberg mit 61,8 %.

Weniger Einbrüche im ersten Halbjahr 2018

Die Zahl der Einbrüche ist von 6.547 auf 5.808 Fälle gesunken (Wien: 3.141 auf 2.196, NÖ: 1.403 auf 1.241, OÖ: 504 auf 817). Die Zahl der Kfz-Diebstähle erreichte mit 1.092 einen historisch tiefen Wert. Auch Gewaltdelikte waren mit 19.730 rückläufig. Einen Anstieg verzeichnet die Polizei dagegen bei Internet-Kriminalität (8.501 Anzeigen).

Innenminister sieht sich durch Zahlen bestätigt

Ausgeforscht wurden 135.235 Verdächtige. Der Ausländeranteil betrug 40,8 %, in Wien sogar 51,4 % (NÖ: 33,9 %, OÖ: 34,3 %).

„Die Zahlen verdeutlichen, dass unser Weg der richtige ist. Wir werden unsere Pläne auch weiterhin konsequent umsetzen", sagt Innenminister Herbert Kickl zu „Heute". (red)

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