Die Häufung von Krisen hat das Leben in den vergangenen drei Jahren nachhaltig verändert: Die sozialen und psychischen Folgen von Corona sind nicht ausgestanden, dazu kommen die drastischen Konsequenzen der Inflation.
Die unzähligen Herausforderungen hinterlassen überall Spuren. Das Land Oberösterreich wollte jetzt wissen, wie Familien damit umgehen und in die Zukunft blicken.
Das Linzer IMAS-Institut hat 1.009 Personen, repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren, befragt. Im Fokus: die Sorgen der Österreicher. Jeweils 80 Prozent beschäftigten das Themenfeld Inflation, Teuerung und Einkommensverluste sowie der anhaltende Ukraine-Krieg.
Und womit haben Personen mit Kindern bis 14 Jahre im Haushalt besonders zu kämpfen? Ebenfalls 80 Prozent – also vier von fünf Familien – gaben die steigenden Kosten für Energie und Lebenserhaltung als Antwort.
Fast zwei Drittel (63 Prozent) bezeichneten es als fordernd, mit den Ängsten des Nachwuchses umzugehen. 59 Prozent nannten eigene Existenzsorgen rund ums Einkommen und den Job.
Für 53 Prozent ist die Finanzierung schulischer Veranstaltungen (Ausflüge, Sportwoche, Skikurs) eine Herausforderung.
"Die Aneinanderreihung von Krisensituationen und die daraus resultierende Dauerbelastung haben ganz klar einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft", kommentiert Familienreferent Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) die Aussagen. Sie hätten nicht nur Verantwortung für das eigene Fortkommen, sondern auch für das Wohl ihrer Kinder, so der Politiker über Zukunftsängste von Eltern.
Haimbuchner fühlt sich aber gleichzeitig in den Umfrageergebnissen bestätigt: Denn 63 Prozent aller Befragten erklärten, dass ihre Familie und Freunde bei der Bewältigung der Krise besonders geholfen haben. Und: 86 Prozent stimmten der Aussage zu, dass man trotz der aktuell schwierigen Situation zuversichtlich bleiben sollte.
Die Krise mit den enorm gestiegenen Preisen belastet die Geldbörsen vieler Menschen massiv. Wie ernst die Lage mittlerweile ist, zeigt eine neue Studie der Linzer Johannes Kepler Universität.
Das Institut für Handel, Absatz und Marketing hat an die 1.000 Konsumenten befragt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Drei Viertel erklärten, dass sie beim Einkaufen extrem auf Aktionen achten.