Welser Problem-Disco muss früher schließen

Jetzt wird es ernst für die Betreiber der Problem-Disco "Feeling"! Bei einem Krisengipfel wurde am Mittwoch ein Drei-Maßnahmen-Plan erstellt.
Immer wieder sorgte die Disco im Welser Stadtteil Pernau in den vergangenen Monaten für negative Schlagzeilen. Ob eine Bombendrohung, Schüsse oder Massenschlägereien – ständig musste die Polizei mit einem Großaufgebot anrücken (wir berichteten).

Aus diesem Grund drängte Sicherheitsstadtrat und Vizestadtchef Gerhard Kroiß (FPÖ) auf einen Krisengipfel. Dieser fand am Mittwoch unter anderem im Beisein von Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner und Disco-Betriebsleiter Aladin C. statt.

75 strafrechtliche Vorfälle



CommentCreated with Sketch.10 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Hübner veröffentlichte in dem rund einstündigen Gipfel auch die traurige Bilanz. Alleine heuer und im abgelaufenen Jahr kam es zu 75 strafrechlichen Vorfällen bei der Disco. Darunter waren Körperverletzungen, Raufhandel, Diebstähle, gefährliche Drohungen, Drogenmissbrauch sowie sexuelle Belästigung.

Der Welser Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner, Georg Parzmayr (Bezirksverwaltung), Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner sowie der Disco-Betriebsleiter Aladin C. (v.r.) nahmen am Krisengespräch am Mittwoch teil. (Stadt Wels)
Der Welser Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner, Georg Parzmayr (Bezirksverwaltung), Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner sowie der Disco-Betriebsleiter Aladin C. (v.r.) nahmen am Krisengespräch am Mittwoch teil. (Stadt Wels)
Zusätzlich kam es zu 27 verwaltungsrechtlichen Anzeigen wie quietschende Reifen und Lärmbelästigung.

Aus diesem Grund wurde nun ein Maßnahmen-Plan erstellt.

Hier die drei Punkte:



• Die Sperrstunde wird von 5.30 Uhr auf 2 Uhr vorverlegt.

• Verstärkte und rigorose Polizeikontrollen: Speziell im Zu- und Abfahrtsbereich mit Unterstützung von auswärtigen Polizeikräften.

• Weitere unangekündigte Betriebskontrollen durch Stadt Wels und Polizei.

Laut Kroiß sicherte der Betreiber zudem auch zu, das Sicherheitspersonal aufzustocken sowie die Videoüberwachung zu verbessern.

"Mit diesen Maßnahmen erhoffen wir uns eine deutliche Beruhigung. Es war dringend notwendig, diese harten Konsequenzen zu setzen. Denn vor allem für die Anrainer und die betroffenen Einsatzorganisationen ist die Situation mittlerweile untragbar", so Kroiß zu "Heute".

Noch können die Maßnahmen aber noch nicht umgesetzt werden. Nach der Zustellung des Bescheids hat der Betreiber zwei Wochen Zeit, um Einspruch zu erheben.





(mip)

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