Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke sind Eltern eines Sohnes geworden.
Das Kind kam in den USA zur Welt - ausgetragen von einer Leihmutter. Ein Verfahren, das in Deutschland aus ethischen Gründen verboten ist.
Der Grünen-Politiker Janosch Dahmen kritisierte Politiker, "die hier jedwede Liberalisierung gesetzlicher Grundlagen zur Leihmutterschaft vehement ablehnen, dann aber selbst im Ausland genau diese in Anspruch nehmen."
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, sagte Dahmen: "Wer Regeln politisch propagiert, sollte nachvollziehbar erklären, warum sie für ihn selbst offenbar nicht gelten sollen." Bei den Vorwürfen gehe es nicht um die Geburt eines Kindes, sondern um politische Glaubwürdigkeit und Doppelstandards.
Kritik kommt auch aus Spahns eigener Partei. Marion Rosin, Thüringer Landesvorsitzende der Frauen Union (CDU), sagte: "Wer dieses Verbot durch eine Auslandslösung umgeht, setzt sich über den Geist des deutschen Gesetzes hinweg." Sie forderte Spahn zum Rücktritt auf.
Das Bundesfamilienministerium stellte klar, dass Leihmutterschaft in Deutschland auch in Zukunft verboten bleibt. Ein Sprecher sagte, der Koalitionsvertrag sehe keine Änderung der aktuellen Rechtslage vor.