Eine unserer großen Ferien-Destinationen rüstet um. Bisher gehört für viele Urlauber das Anstellen vor kroatischen Mautstationen zum Ferienbeginn dazu. Damit soll bald Schluss sein. Kroatien erneuert sein Mautsystem komplett und ersetzt die bisherigen Mautstellen schrittweise durch ein digitales System.
Bis Ende Februar 2027 sollen rund 212 Mautportale und 1.744 Kameras die bisherigen Mautstationen ablösen. Gestartet wird mit der Umsetzung auf der Autobahn A3 zwischen Zagreb und Lipovac.
Künftig können Autofahrer die Maut auf zwei Arten bezahlen. Für Motorräder und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen wird eine digitale Kennzeichenregistrierung angeboten. Dabei wird das Kennzeichen vorab über ein Onlineportal registriert und eine Zahlungsmethode hinterlegt. Die Maut wird anschließend automatisch abgebucht.
Wer sein Kennzeichen nicht bereits vor der Fahrt registriert hat, kann dies zu Beginn auch direkt auf der Autobahn erledigen. Dafür werden eigene Schnellregistrierungsspuren eingerichtet. Die Registrierung erfolgt dort mittels Scanner.
Alternativ kann die Maut über eine im Fahrzeug installierte Mautbox, das sogenannte ENC-Gerät, bezahlt werden.
Für Motorräder und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen stehen beide Varianten zur Auswahl. Für Lkw, Busse und andere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen wird die Mautbox hingegen verpflichtend.
Bis einschließlich August 2026 bleibt alles wie bisher. Die Maut kann weiterhin direkt an den Mautstellen mit Karte oder bar bezahlt werden.
Mit dem neuen System sollen lange Wartezeiten und Staus vor den Mautstationen künftig deutlich reduziert werden. Vor allem während der Hauptreisezeit verspricht sich Kroatien dadurch einen flüssigeren Verkehr auf den Autobahnen.