Daran denkt kaum jemand

Kroatiens Wetter-Star warnt: "Hitze nicht das Problem"

Die Temperaturen klettern immer wieder weit über 30 Grad, doch die Hitze bereitet Bojan Lipovšćak derzeit nicht die größten Sorgen.
Heute Entertainment
17.08.2026, 06:30
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Seit Wochen schwitzt Kroatien. An der Adriaküste reiht sich ein heißer Tag an den nächsten, Split knackte erst vor wenigen Tagen einen historischen Temperaturrekord und auch in der kommenden Zeit bleibt es vielerorts sommerlich heiß.

Doch Meteorologe Bojan Lipovšćak macht nun deutlich: Die hohen Temperaturen sind für ihn derzeit gar nicht das größte Problem.

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"Das Problem ist nicht die Hitzewelle, das Problem ist die Dürre", erklärt der Wetterexperte gegenüber dem kroatischen Portal "Index".

Menschen können sich anpassen

Lipovšćaks Begründung klingt zunächst ungewöhnlich. Menschen hätten sich an Hitzewellen inzwischen zumindest teilweise angepasst. Unsere Biologie ermögliche es uns, mit hohen Temperaturen bis zu einem gewissen Grad umzugehen.

Ganz anders sieht die Situation für die Natur aus.

Vor allem Pflanzen und Tiere leiden unter dem anhaltenden Wassermangel. Die Vegetation reagiert bereits auf die Trockenheit, gleichzeitig sind die Grundwasserspiegel gesunken.

Und ausgerechnet dort sieht Lipovšćak das größere Problem des aktuellen Sommers.

Selbst Regen kann "nichts retten"

Dabei steht Kroatien tatsächlich eine Wetteränderung bevor. Rund um den 18. und 19. August könnte eine Front zumindest regional Regen bringen.

Doch auf die große Erlösung sollte man laut dem Meteorologen nicht hoffen.

Selbst wenn rund zehn Liter Regen pro Quadratmeter fallen sollten, wäre das zwar grundsätzlich eine ordentliche Regenmenge. Für die derzeitige Situation sei es allerdings viel zu wenig.

"Das kann vorerst nichts retten", sagt Lipovšćak. Der Wasserbedarf sei inzwischen derart groß, dass eine einzelne Regenphase nicht ausgleichen könne, was Pflanzen während der langen Trockenperiode verloren haben.

Danach wird es wieder warm

Besonders bitter: Eine längere Regenperiode zeichnet sich derzeit nicht ab. Lipovšćak bringt die Prognose ziemlich nüchtern auf den Punkt: "Was am 18. und 19. fällt, fällt." Anschließend soll sich das Wetter bereits wieder stabilisieren und überdurchschnittlich warm bleiben.

Der Wetterexperte erwartet weiterhin trockene Luft und warnt davor, die derzeitigen Sommer als Ausnahmeerscheinung abzutun.

Erst vor wenigen Tagen sorgte Lipovšćak mit einer anderen Aussage für Aufsehen. Im kroatischen Fernsehen habe er bereits erklärt, dass 2026 möglicherweise "der kühlste Sommer bis zum Ende dieses Jahrhunderts" sein könnte. Die Temperaturen würden langfristig weiter steigen.

Für Menschen in Kroatien und Urlauber an der Adria hat der Meteorologe deshalb einen einfachen Rat: Die stärkste Mittagshitze meiden, ausreichend trinken und Aktivitäten möglichst auf den frühen Morgen oder späten Abend verschieben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.08.2026, 06:30
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