Eine Kroatin bezog ab Jänner 2014 fünfeinhalb Jahre illegale Sozialleistungen in Österreich, lebte währenddessen in ihrer Heimat offenbar gut von dem Geld. Unterstützung bekam die Frau dabei von ihrer 27-jährigen Tochter. Sie machte für die 50-Jährige eine Scheinanmeldung (Hauptwohnsitz) im Bundesgebiet.
Mit dieser vorgetäuschten Adresse beantragte und bezog die Kroatin schließlich widerrechtlich insgesamt 43.500 Euro Notstandshilfe vom AMS sowie 21.370 Euro Familienbeihilfe vom Finanzamt Graz-Stadt. Die Tochter wird nun wegen Beitragstäterschaft beschuldigt.
Beide Frauen haben nach "Heute"- Informationen bei der Befragung durch die Polizei ihre Aussage bisher verweigert.
Das Arbeitsmarktservice hat das ausgezahlte Geld bereits zurückgefordert – die Beschuldigten sind dieser Aufforderung zumindest teilweise nachgekommen.
"In unserer solidarischen Gesellschaft bekommen alle Unterstützung, die es wirklich brauchen. Das funktioniert aber nur, solange sich alle an die Regeln halten. Deshalb ist es wichtig, Missbrauch aufzudecken und konsequent gegen Sozialleistungsbetrug vorzugehen."
Die Grazer Kriminaldienstgruppe "Sozialleistungsbetrug“ der PI Graz-Paulustor deckte den umfangreichen Fall auf. Sogar Innenminister Karl Nehammer äußerte sich nun zu dem Ermittlungserfolg: