Andrea Verona setzte am zweiten Tag des Red Bull Erzbergrodeo ein dickes Ausrufezeichen. Der Italiener raste im ersten Lauf des Iron Road Prologs zur Bestzeit – und führte einen KTM-Dreifachsieg an.
Der "Berg aus Eisen" bebte: Mehr als 1.100 Fahrer stürzten sich am zweiten Veranstaltungstag des Red Bull Erzbergrodeo 2026 in den Highspeed-Kampf über die 15 Kilometer lange Schotterstrecke. Trotz Regen präsentierte sich die Piste in starkem Zustand – staubfreie Sicht, Vollgas-Passagen und spektakuläre Drifts inklusive. Am schnellsten war Andrea Verona. Der achtfache Enduro-Weltmeister brannte auf seiner KTM 450 EXC-F eine Zeit von 10:26,143 Minuten in den Erzberg und ließ der Konkurrenz keine Chance.
Hinter dem Italiener landete Teamkollege Danny Sanders. Der australische Dakar-Sieger von 2025 kam mit 12 Sekunden Rückstand ins Ziel und sicherte sich Platz zwei. Rang drei ging an Manuel Lettenbichler. Der vierfache Erzbergrodeo-Champion aus Deutschland lag weitere knapp vier Sekunden zurück.
Auch die weiteren Topfavoriten hielten sich schadlos. Trystan Hart, Jonny Walker, Mario Roman, Teodor Kabakchiev, Matthew Green, Ryder LeBlond und Cody Webb schafften allesamt den Sprung unter die Top 50 – und damit vorerst in die erste Startreihe für das Hauptrennen am Sonntag.
In der Damenwertung war einmal mehr Sandra Gomez Cantero das Maß der Dinge. Die Spanierin, bereits fünffache Siegerin des Lady Cups, holte mit 12:00,374 Minuten die klare Bestzeit. Dahinter folgten Tjasa Fifer aus Slowenien und Laura Gyr aus der Schweiz. In der Twin-Zylinder-Klasse setzte sich Armin Ohrlinger durch. Der Österreicher fuhr auf Aprilia 18 Sekunden Vorsprung auf Kevin Gallas heraus. Rang drei ging an Tomaz Jernejsek, knapp vor Pol Tarres.