Der Sommer kommt, und damit auch das Problem: Warme Getränke, wenn der Besuch spontan vor der Tür steht. Im Internet kursiert ein Trick, der angeblich Abhilfe schafft: Eine Flasche in feuchtes Küchenpapier wickeln, ab ins Gefrierfach, und nach 15 Minuten soll das Getränk eiskalt sein.
Das Prinzip dahinter klingt einleuchtend: Durch die Verdunstung des Wassers im feuchten Tuch wird Wärme abgeführt, und das Getränk kühlt sich rasch ab.
Doch wie chip.de berichtet, fällt das Fazit nach einem praktischen Test eher ernüchternd aus. Zwei Video-Redakteure haben den Trick ausprobiert, indem sie zwei identische Getränke verwendeten - eines als Referenz direkt aus dem Kühlschrank und eines, das entsprechend der Anleitung behandelt wurde.
Zwar kühlte das eingewickelte Getränk im Gefrierfach leicht ab, der versprochene Effekt blieb jedoch deutlich aus. Wirklich eiskalt war es am Ende nicht.
Auffällig war vor allem, dass sich eher das nasse Küchenpapier stark abgekühlt hat, während beim Getränk selbst kaum ein Unterschied zum Referenzgetränk feststellbar war. Insgesamt wirkte der Effekt eher wie ein Placebo als wie eine echte Abkühlung.
Möglicherweise spielt auch die Menge oder Dicke des verwendeten Küchenpapiers eine Rolle. Im getesteten Setup konnte der Trick jedoch nicht überzeugen. Wer unterwegs am See ist, kann alternativ die natürliche Umgebung nutzen und Getränke im kühlen Wasser lagern.